KZV C 130 Murg

100 Jahre

Kleintierzuchtverein

C 130 Murg - Baden e.V.

 1908 - 2008

Vorwort

100 Jahre was sind 100 Jahre 

Macht man sich der Aussage bewusst, was sicher jeder von uns in seinem Leben schon gesagt hat "In 100 Jahren nicht" dann könnte man der Meinung sein, dass 100 Jahre ein fast unerreichbarer Zeitraum sind. Verfolgt mann aber die Geschichte und Entwicklung unseres Landes und unserer Welt mit allem was geschehen ist und sich technisch entwickelt hat, so ist es wiederum eine relativ kleine Zeitspanne.

100 Jahre Kleintierzucht heißt durch Pflichtbewußtsein und Liebe zum Tier :

mindestens          36.500 mal füttern

mindestens          5.200 misten

mindestens          49,5 Tonnen Futter pro Tier bei einer Futtermenge von

                             durchschnittlich 300 gr. am Tag

mindestens          18.250 l Wasser pro Tier bei einer Trinkmenge von 0,5 l

                             am Tag

100 Jahre Kleintierzucht können aber auch heißen :

Viele Nächte Protokollbücher in den verschiedensten Schriften zu lesen, Hieroglyphen entziffern, fast verzweifeln und alles zu Papier zu bringen. Hat mann dann als Ergebnis eine ausführliche Chronik erstellt, hofft man, dass sich die Mühe und Arbeit gelohnt hat und sich in "100 Jahren" noch der eine oder andere Leser darüber freut.

Mit züchterischem Gruß

Daniel Thomann

(ersteller und Verfasser dieser Chronik)

1908

Am 16. Dezember 1908 abends um 8 Uhr trafen sich im Nebenzimmer des Gasthofes "Meyerhof" die Herren :

Jakob Zimmermann; Heinrich Hürzeler; Fritz Waldkircher; Emil Haug; Peter Ortstein; August Schäuble; Josef Schlageter und als Gast ein Herr Wenning aus Säckingen.

1.     Beschluß : Gründung eines Vereins mit dem Namen "Verein der Tier- und 

                         Naturfreunde Murg"

2.     Beschluß : Als Statutenberatung und Gründungskommission wurden gewählt : 

                         Jakob Zimmermann aus Murg

                         Peter  Ortstein aus Murg

                         Heinrich Hürzeler aus Murg

        Es wurde die bereits vorhandene Vereinssatzung vom "Verein der Tier- und 

         Naturfreunde Basel" übernommen.

3.     Beschluß : Abonnierung der Fachzeitschriften :

                          Die Geflügelbörse Leipzig

                          Die Tierwelt

                          Der Kanninchenzüchter Leipzig

                          Der Geflügelfreund Tiengen

Jakob Zimmermann (Meyerhof Wirt) übernahm die Abonnierung und Bezahlung im Vorraus bis der Verein über Geldmittel verfügte. Am selben Abend wurden noch die Herren Otto Münzer (Lehrer aus Harpolingen); Strittmatter (Gärtnerei Murg); Johann Vökt (Laufenburg); Jakob und August Albiez (Murg) und Jakob Baumgartner (Harpolingen) als Mitglieder im Verein aufgenommen.

Um 11 Uhr abends wurde die erste Versammlung beendet.

1909

 Am 12. Januar 1909 wurde anlässlich einer Versammlung im "Meyerhof" die Satzungsvorlage mit kleinen Änderungen gebilligt und die erste Vorstandschaft des Vereins gewählt.

1. Vorsitzender          Jakob Zimmermann

2. Vorsitzender          Peter Ortstein

    Schriftführer         Heinrich Hürzeler

    Kassierer                Ftitz Waldkircher

    Beisitzer                 Emil Haug

Als neues Mitglied konnte bei dieser Versammlung Alois Baumgartner aus Harpolingen vorgestellt werden. In den folgenden Monaten wurden dann folgende Neuaufnahmen verzeichnet :

Albert Bäumle aus Niederhof

Johann Lauber aus Murg

Oskar Zehnder aus Murg

Eugen und Josef Laule aus Murg

Gezüchtet wurden in der Sparte Kaninchen :

Silberkaninchen                                                  Belgische Landkaninchen                         

Holländer Kaninchen                                           Belgische Riesen

Russen Kaninchen                                                Französische Widder

Bei den Hühnern waren es :

Rebhuhnfarbene Italiener und Weiße Wyandotten

Zwei Züchter befassten sich mit der Zucht von Farbentauben und weitere 4 Mitglieder hatten sich als Hobby die Zucht von Gesangs- und Landkanarien zu eigen gemacht.

Im Frühjahr 1909 kaufte man dann zur Ankurbelung der Geflügelzucht auswärts die ersten Bruteier und Jungtiere. Auf Vereinsebene machte man Besuche in der Schweiz. Ziel war dabei die großen Kleintierausstellungen in Zürich,Baden und Basel.

In den Ausgeführten Protokollen der Monatsversammlungen 1909 konnte man herauslesen, dass nicht nur die Zucht von Kaninchen, Hühnern, Tauben und Kanarien ein Thema war, sondern dass sich die Vereinsmitglieder auch sehr stark für die heimische Tierwelt einsetzten.Es wurden die verschiedensten Nistkästen gebaut und in Wald und Flur aufgehängt und von den Selbigen ganzjährig betreut. Auch wurden Referate abgehalten betreffs Verhalten unserer heimischen Tierwelt in den verschiedenen Jahreszeiten.

Die auf Herbst 1909 geplante erste vereineigene Ausstellung konnte aus Mangel an ausstellungsfähigen Zuchtieren leider nicht stattfinden und wurde somit auf Frühjahr eventuell Sommer 1910 verschoben

Im Dezember 1909 hatte der gegründete Verein bereits 20 aktive Mitglieder.

1910

Am 9. Januar 1910 fand die erste Generalversammlung im Nebenzimmer des Bierhauses statt, welche einen Wechsel in der Vereinsführung brachte :

1. Vorsitzender          Heinrich Hürzeler

2. Vorsitzender          Jakob Zimmermann

    Schriftführer         Adolf Steiner

    Kassierer                Johann Lauber

In dieser Versammlung wurden 5 weitere aktive Mitglieder aufgenommen.

Nach langer Vorarbeit konnte nun endlich die erste vereinseigene Ausstellung des "Vereins der Tier- und Naturfreunde Murg" abgehalten werden.Dieses Ereignis fand vom 30. Oktober bis 1. November 1910 im Meyerhofsaal statt.

Es wurden 54 Nummern Kaninchen und 20 Nummern Geflügel ausgestellt. Das Käfigmaterial wurde größtenteils vom Kaninchen - Zuchtverein Fortschritt aus Basel angemietet.

Angeschlossen war auch eine Ausstellung von Pelz und Lederwaren durch einen Albert Meier aus Radolfzell.

Sogar eine Tombola was dazumals als "Glückhafen" genannt wurde war vorhanden, welche schon am ersten Ausstellungstag gänzlich abgeräumt wurde und man erst am 1. November wieder weiter verlosen konnte. Es wurden Tiere, Pflanzen, Gebrauchsgegenstände und Grußkarten verlost. Das Los kostete 10 Pfennig. Mitglieder mussten pro Käfig 1 Mark, Nichtmitglieder 1,50 Mark als Standgeld bezahlen. Erwachsene beahlten 20 Pfennig und Kinder 10 Pfennig Eintritt. Nach anfänglicher Freude über guten Verlauf und einnahmen der Ausstellung folgte bald darauf die ernüchternde Erkenntnis, dass man ein ganzes Jahr gearbeitet hat und letztendlich nach der Schlussabrechnung noch Geld bringen musste, da man eine Verlosungssteuer von 66 Mark abdrücken durfte !

1911

In der Generalversammlung am 21. Januar 1911, welche im Vereinslokal Meyerhof abgehalten wurde, fiel das wie folgt aus :

1. Vorsitzender          Heinrich Hürzeler

2. Vorsitzender         Adolf Steiner

    Schriftführer        Franz Laule

    Kassierer               Johann Lauber

als Beisitzer wurden gewählt die Herren :

Josef Laule; Fritz Waldkircher und Franz josef Strittmatter.Als Vereinsdiener wurde einstimmig Karl Matt gewählt.

Der Kassenbestand betrug derzeit 73,38 Mark.

Am 24. Juni 1911 fand die zweite Quartals-Versammlung des Vereines statt in der unter anderem auch wieder eine Tischbewertung von 4 Kaninchen und eine Tierverlosung durchgeführt wurde. Die Zuchttiere dafür wurden von den Züchtern gestiftet und brachten einen stolzen Gewinn von 20 Mark für die Vereinskasse.

Am 2. Dezember 1911 wurde in einer Außerordentlichen Versammlung der Beschluß gefaßt, das Eintrittgeld von 1 Mark auf 50 Pfennig und den Mitgliedsbeitrag von 1 Mark auf 20 Pfennig im Monat zu senken um somit mehr Mitglieder und Züchter für den Verein zu gewinnen.

Laut Jahresbericht war das abgelaufene Vereinsjahr kein erfreuliches, da es von verschiedenen Mitgliedern her oft zu Hetzkampanien und Streitereien kam was letztendlich in Interessenlosigkeit überging. Daher mußten leider verschiedene Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen werden um den Gesammtfrieden zu bewahren.

1912

Bis 1912 war der Meyerhof Vereins- und Ausstellungslokal.Wegen Unstimmigkeiten im Verein trat jedoch der damalige Wirt aus dem Verein aus und damit ging auch das Lokal für den Verein verloren.

Im "Murgtal" fanden dann die Züchter ein neues Vereinslokal, wo dann auch vom 25. - 27. Mai 1912 die erste große Lokalschau stattfand.

1913 -1914

Die Generalversammlung am 19. Januar 1913 erbrachte die Bestätigung des Vorsitzenden Heinrich Hürzeler, 2. Vorsitzender wurde Emil Baumgartner.

Am Ostermontag den 13. April1914 besuchten der erste und zweite Vorsitzende die 1.Kantonal Basellandschaftliche Kaninchen- und Geflügelausstellung in binningen. Von da aus ging es dann zu Fuß und mit der Tram nach Lörrach zur Verbandssitzung des Oberbadischen Kleintierzuchtverbandes.Beschlüsse dieser Sitzung waren folgende :

1. Wehr übernimmt die 1. Verbrauchs-Ausstellung an Weihnachten 1914

2. Fahrnau hält im Juni - Juli seine 1. Lokale Kaninchenausstellung mit Verbandstag 

    in Fahrnau ab.

3. Murg hält im Herbst 17. - 19. Oktober seine 3. erweiterte Lokalausstellung mit

    Verbandstag in Murg ab.

Auch wurden in dieser Sitzung für die Herbstausstellung 140 Nummern Käfige aus Holz für 25 Mark gemietet. Als Preisrichter konnte Herr Karl Urban aus Waldkirch im Breisgau für die Bewertung der Kaninchen gewonnen werden.

1914 hatte der Verein Mitglieder aus Murg, Niederhof, Rhina, Kleinlaufenburg, Grunholz, Harpolingen, Rippolingen, Säckingen, Öflingen, Wallbach, Waldshut und sogar aus Sisseln. Hierbei wurden in Monatsprotokollen des öfteren angemerkt oder gerügt, dass von den auswärtigen Mitgliedern und Züchtern kaum einer an Monats-, Quartals- oder Generalversammlungen fehlte, wobei Murger Züchter des öfteren durch Abwesenheit glänzten.

In der Mai- Versammlung 1914 wurde auch beschlossen den 3 Jahre alten Vereins-Silber-Rammler, Franz Laule als Gegenrechnung für Fahrtentschädigung für besuchte Gautage bzw. Verbrauchstage zu übereignen. Er war auch der Stationhalter für dieses wertvolle Zuchttier. Ebenfalls wurde in dieser Versammlung auch beschlossen, dass künftig Sonntags im Restaurant "Murgtal" abends freie Zusammenkünfte stattfinden sollten, zwecks Aussprache über Vereins- und Zuchtangelegenheiten und somit gewisse Spannungen unter den Züchtern im Verein abzubauen um für ein besseres Miteinander zu sorgen. Für die Herbstschau 17. - 19. Oktober wurden in der Versammlung des 19. Juli

20 Nummern Hühner

20 Nummern Tauben

10 Nummern Vögel

 2 Nummern Wassergeflügel

 1 Nummer Großgeflügel (Truthahn)

40 Nummern Kaninchen

zur Ausstellung und Bewertung gemeldet.Verpflichtete Preisrichter waren für Geflügel Herr Metzger Großherzoglicher Bezirkstierarzt aus Säckingen und für Kaninchen Herr Karl Urban aus Waldkirch im Breisgau.

Diese schon im Juli bis ins kleinste Detail durchorganisierte Ausstellung konnte leider nicht durchgeführt werden,da der 1. Weltkrieg über uns hereinbrach und die meisten Züchter zum Militär eingezogen wurden. Einen frühen Heldentod für unser Vaterland fanden gleich 2 wertvolle Züchter und vorbildliche Kollegen unseres Vereins Herr Emmerich Schächer aus Kleinlaufenburg und Josef Baumgartner aus Niederhof.Im laufe der Kriegsmonaten wurden an die sich im Krig befindenden Züchterkollegen immer wieder Liebesgaben in Form von Zigaretten gesandt.

Eine Aufrechterhaltung des Vereins in gewohnter Weise war durch den Krieg leider nicht mehr möglich. Vom 5. Dezember 1914 bis September 1915 konnte aus Mangel an Mitgliedern keine Versammlung mehr statt finden.

1915 - 1916

Am 15. Oktober 1915 fand eine Gründungsversammlung des "Vereinsfür Gartenbau und Kleintierzucht" statt. Ziel der Versammlung war die Anknüpfung an die Blütezeit und Erfolge des Kleintierzuchtvereins.

"Der Verein der Tier- und Naturfreunde Murg" soll nun unter dem Namen "Verein für Gartenbau und Kleintierzucht Murg und Umgebung" weitergeführt werden.

Der Verein setzt sich nach Friedensschluss zusammen aus der Sektion für Gartenbau sowie Gemüse-, Obst- und Blumenzüchtern und der Sektion für Kleintierzucht, sowie Geflügel-, Kaninchen-,Schaf-,Ziegen- und Hundezüchtern.

Versammlungen sollen 1/4 jährlich stattfinden, Ausstellungen jährlich und nach Bedarf eine Sonderausstellung.

Mitgliedsbeitrag : Eintritt 1 Mark Monatsbeitrag 30 Pfennig.

Die Organisationskommission bildeten die Herren Heinrich Hürzeler; Hermann Binkert (Postverwalter) und Franz-Josef Strittmatter (Gärtnerei).

In der Frühjahresversammlung am 11. März 1916 im "Murgtal" wurde die erste Vorstandschaft des unter neuem Namen geführten Vereins gewählt :

1. Vorsitzender          Heinrich Hürzeler

2. Vorsitzender         Hermann Binkert

    Kassierer               Emil Weniger

    Schriftführer        Heinrich Hürzeler   

Beisitzer für Geflügel Johann Maier

Beisitzer für Kaninchen Robert Schwander

Es wurde beschlossen eine Herbstlokalausstellung abzuhalten, sofern es die wirtschaflichen bzw. Friedensverhältnisse erlauben.   

Als weiteres wurde beschlossen die Hälfte des Reinertrages der Ausstellung zu Gunsten der Krieger aus dem Murger Verein zu verwenden. Als Zeitpunkt für Übergabe wurden die Weihnachtsfeiertage 1916 in Aussicht genommen.

Im Anschluß an die Versammlung mahnte der 1. Vorsitzende noch an, künftiger etwas vorsichtiger mit Neuaufnahmen zu sein, da die Vergangenheit zeigte, dass Unfrieden, Streit und Interessenlosigkeit im Verein dem selbigen erheblichen Schaden zufügen kann.

Bei einer durchgeführten Stallschau vom 19. Mai 1916 wurde folgender Tierbestand festgestellt.

Züchter und Stückzahl :

Johann Schäuble          11 Blaue Wiener in Innenstallung

Heinrich Hürzeler       28 Alaskakreuzungen in Außenställen

Hermann Binkert          9 Deutsche Riesenschecken schwarz - weiß

Heinrich Dettwiler      22 Kreuzungen Riesenschecken

Wilhelm Gerteis          14 Angora, Riesensilberkreuzungen

Andreas Roth              18 Riesen grau - weiß

Emil Weniger                8 Russenkreuzungen

E. + R. Schwander        7 Belgische Riesen grau, Frz. Widder schwarz, Weiße Wiener

In der Maiversammlung wurde der erste Jungzüchter Erwin Zimmermann aufgenommen, welcher durch Beschluß nur die Hälfte des Eintritt und Monatsbeiträgen bezahlen mußte auf Grund seines jugendlichen Alters.

Als Mitglied des damals Oberbadischen Kleintierzüchterverbandes fand dann am  9. / 10. Dezember 1916 eine überörtliche Lokalschau im "Murgtal" statt. Es beteiligten sich Züchter aus Murg, Rhina, Säckingen,Waldshut, Brombach, Lörrach, Grenzach und Wyhlen.

Die dafür benötigten 140 Nummern Ausstellungskäfige aus Holz wurden vom Lörracher Verein ausgeliehen.

Standgeld für Doppelnummern Geflügel betrug 50 Pfg. Standgeld für Doppelnummern Kaninchen betrug 80 Pfg.

Eintritt kostete für Erwachsene 20 Pfg., Kinder und Militär mußten 10 Pfg. bezahlen.Für 50 Pfennig konnte aber auch eine Tageskarte erworben weden.

Bei Tierverkäufen flossen 10% vom Verkaufspreis in die Vereinskasse. Eine verlosung fand keine statt. Dafür erhielt jeder 100. te, 200. te, 300. te usw Besucher der Ausstellung ein Präsent. Preisrichter waren die Herren R. Metzger, Großherzogtümlicher Bezirkstierarzt aus Säckingen und Herr Eltner aus Lörrach - Stetten.

Ausgestellte Kaninchenrassen waren : 

Belg. Riesen, Weiße Riesen, Belg. Landriesen, Franz. Widder, Blaue Wiener, Weiße Wiener, Angora, Kleinsilber, Franz. Riesensilber, Russenkaninchen, Schwarzloh, Blauloh, Alaska, Deutsche Riesenschecken, Holländer und Havanna.

Ausgestellte Geflügelrassen : 

Wyandotten weiß, Wyandotten gold, Italiener Rebhuhnfarbig, Opington schwarz, weiß und gelb, Reichshühner, Isländer rot, Minorka schwarz, Millefeur (Zwerghühner), Bantams weiß, rebhuhnfarbige Zwerghühner, Indische Laufenten rehfarbig, Emdener Riesengänse,Italiener schwarz, bronzefarbene Truthühner.

Das erfolgreiche Abschneiden der Züchter beider Sparten bei dieser Ausstellung ließen die Hoffnung aufkeimen an die Blütezeiten vergangener Anfangsjahre nahtlos anzuknüpfen.  

 1917 - 1921

In den Monaten Juni - Oktober 1917 konnten keine Vereinsgeschäfte und Versammlungen abgehalten werden, da der 1. Vorsitzende Hürzeler schwer erkrankt war und zur Genesung in der Schweiz verweilte.

Im Jahr 1918 wurden neben den Besuchen von Ausstellungen in der ganzen Umgebung einschließlich der Schweiz auch ei sogenannter Maiausflug von Mitgliedern des Murger Vereins zu Züchterkollegen nach Grenzach - Whylen durchgeführt.

Abfahrt war morgens um 9.02 Uhr in Murg mit dem Zug. Nach Stallbesichtigungen und Tierbesprechungn begab man sich ins Vereinslokal Drei König um gemeinsam zu essen. Nach einem sehr interessanten und auch feucht - fröhlichem Tag fuhr man wieder glücklich und angeheitert mit dem 18.00 Uhr Zug nach Murg.

Die vorbereitete Lokalausstellung vom 30. Oktober bis 1. November mußte leider kurzfristig abgesagt werden,da sich eine immer stärker verbreitende "Grippe" in der Gegend ausbreitete. Ersatztermin für die Ausstellung wurde auf den 12. Januar 1919 verlegt.

Über diese vierte Lokalausstellung ist zu berichten, dass sie ein voller Erfolg war und zum ersten Mal erfreuliche Überschüsse erwirtschaftet werden konnten.Preisrichter für Kaninchen war Herr Meier - Wiloth aus Grenzach, welcher den Kaninchenzüchtern vielversprechende und hervorragende Zuchttiere bestätigen konnte.Preisrichter für Geflügel war wie bisher auch Herr Veterinärsarzt Metzger aus Säckingen,der die Geflügelzüchter jedoch dazu ermahnen mußte auf dem Gebiet der Geflügelzucht mehr Leistung zu bringen und keine Mühe scheuen dürfen ihre Zuchten endlich zu verbessern, weil sie es sonst niemals zu vernünftigen Zuchtstämmen bringen würden. das Ziel eines Geflügelzüchters sollte stets, wie beim Kaninchenzüchter schon vorhanden, die verschiedenen Rassen zu verbessern und somit der Nachwelt zu erhalten. An dieser Ausstellung waren 117 Nr. Kaninchen und 10 Nr. Geflügel.

An der Generalversammlung am 9. März 1919 konnte der 1. Vorsitzende Heinrich Hürzeler die erfreuliche Mitteilung Machen, dass die Züchterkollegen :

Erwin Zimmermann, Johann Schäuble, Carl Vogelbacher, Leo Ganter, Franz Laule, Franz josef Strittmatter, sämtliche aus Murg, sowie Alfred Baumgartner zur Linde Niederhof und Robert  Schwander aus Säckingen vom Kriegsdienst heimkehrten.

Die Ausstellungskasse ergab Einnahmen gesammt 813,80 Mark dagegen standen Ausgaben gesammt von 555,98 Mark somit wies sie ein Überschuß von 257,82 Mark auf.

Die Vereinskasse ergab Gesammteinnahmen von 165.96 Mark dagegen standen Ausgaben von 68,71 Mark ergab einen Überschuß von 97,25 Mark. Dadurch ergab sich ein Gesammtkassenbestand von 355,07 Mark.

Dem Oberbadischen Kleintierzuchtverband waren 1919 die Vereine Murg, Wehr, Fahrnau, Maulburg, Lörrach und Grenzach angeschlossen. Herr Heinrich Hürzeler war nun auch 1. Vorsitzender des Oberbadischen Kleintierzuchtverbands und Sitz des Verbandes ist immer Wohnort des 1. Vorsitzenden.

Zur gemeinsamen Heubeschaffung wurde in Murg und Umgebung eine Wiese in der Größe von ca. 1 Morgen gesucht welche von den Mitgliedern bewirtschaftet werden sollte.

In der Quartalsvesammlung am 20. März 1920 wurde der Namen Gartenbau gänzlich aus dem Vereinstitel gestrichen.Der Verein wurde in nur noch zwei Abteilungen aufgeteilt und zwar in Kaninchen- und Geflügelzuchtableilung. Ferner wurde angeregt in Nachbargemeinden in denen eine Vielzahl an Züchtern vorhanden ist eigene Ortsgruppen zu bilden die sich weitgehend selbst verwalten,aber trotzdem dem Stammverein Murg angehören. aus diesem Anlaß heraus schlossen sich 15 Züchter aus Binzgen zusammen und hielten eine Gründungsversammlung der Ortsgruppe Binzgen am sonntag den 9. Mai 1920 im Nebenzimmer des Gasthauses "Eiche" ab.

Zum Obmann der Ortsgruppe Binzgen wurde Herr Wilhelm Tröndle gewählt.

Das sich der Oberbadische Kleintierzuchtverband in der Auflösung befand wurde in der Quartalsversammlung am 13. Juni 1920 beschlossen, dass sich die Kaninchenzüchterabteilung dem Badischen Landesverband für Kaninchenzüchter und die Geflügelzüchterabteilung der Badischen Geflügelzuchtgenossenschaft anschließen sollen.Beide Abteilungen wurden mit je 20 Züchtern bei den Verbänden angemeldet. Der Verbandsbeitrag wurde aus der Vereinskasse bezahlt.

Wegen dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche wurde die geplante Ausstellung im Jahre 1920 von Regierungswegen verboten. Sie wurde aus diesem Grund auf den 16. Januar 1921 verschoben. in der Versammlung am 8. Januar 1921 gibt der Vorsitzende bekannt, dass voraussichtlich 210 Nummern ausgestellt werden, davon 180 Nummern Kaninchen und der Rest wird auf verschiedenes Geflügel verteilt. Mit der tatkräftigen Mithilfe aller Mitglieder sollte es eine nie dagewesene Musterausstellung werden. Einen Bericht über diese Ausstellung fand sich leider in keinem Protokoll. In der Generalversammlung vom 13. Februar 1921 wurde Heinrich Hürzeler als 1. Vorsitzender bestätigt. Der Kassenbestand wies ein Guthaben von 900 Mark auf,was zur damaligen Zeit eine Menge Geld war.

Über die nun folgenden 16 Jahren fehlen leider die Aufzeichnungen.

1937 - 1938

 1937 ist nachzulesen, dass der damalige Vorsitzende Hermann Wolf wegen Wegzug aus Murg sein Amt abgab. Nachfolger wurde Zuchtfreund Karl Schäuble.

In einer Versammlung am 27. Juni 1937 wurde der Beschluß gefaßt, dass die inzwischen vom Murger Verein erworbenen Ausstellungskäfige nicht mehr an andere Vereine ausgeliehen werden, da diese immer wieder in einem miserablen Zustand zurückgegeben wurden.

Im Jahre 1937 wurde vom 1. Vorsitzender Karl Schäuble bemängelt, dass die Versammlungen immer schlechter besucht werden und es immer die Gleichen sind, welche durch Abwesenheit glänzten. Es machten sich auch wieder mal Interessenlosigkeit und Streitsüchtigkeit im Verein breit was dazu führte, dass der Vorsitzende den berteffenden Mitgliedern nahe legte ihre Streitigkeiten baldmöglichst aufzugeben oder sie würden zum Wohle des Vereins, wie schon Züchter vor Ihnen, vom Kleintierzuchtverein Murg ausgeschlossen !

Aus dem Protokoll der Versammlung vom 8. Januar 1938 im Gasthaus "Murgtal" ist zu entnehmen, dass nach einem Rundschreiben von der Reichsfachgruppe alle Züchter von Vereinen aufgefordert wurden mehr Wirtschaftsrassen zu züchten um den von ihr aufgestellten Vierjahresplan erfüllen zu können. Die Wirtschaftsrassen würden in Fleisch und Fell alle anderen Rassen übertreffen. Auch wurden die Mitglieder verpflichtet mindestens 1 Angorakaninchen zu halten, da man mittlerweile den großen Nutzen dieser Rasse erkannte. Das zuständige Reichsministerium gab Zuschüsse für den Bau von Stallungen, sofern Angorakaninchen gezüchtet wurden.Es durften jedoch nur so viele Tiere gehalten werden, als man aus eigener Wirtschaft füttern konnte.

Von 1938 an mußte der Vorsitzende die Versammlungen mit dem "Deutschen Gruß" eröffnen und mit einem "Sieg Heil auf Führer und unser Deutsches Vaterland" schließen.

In einem Protokoll des Jahres 1938 ist auch erstmals der Name des geschätzten Zuchtfreundes Ftitz Bruttel, der Kreisausbildungsleiter aus Rheifelden war, erwähnt. Kreisvorsitzender der Kaninchenzüchter war zu dieser Zeit Walter Viereck aus Waldshut und beim Geflügel hatte diese Funktion Zuchtfreund Amann aus Wehr. Zu dieser Zeit wurde so manche Versammlung und auch Tischbewertung von Tieren im Speisesaal der damaligen Firma Hüssy & Künzle durchgeführt.

1939 -1945

Die Murg zugeteilte Kreisausstellung 1939 wurde vom Bezirksamt Säckingen verboten, da die Maul- und Klauenseuche wieder umherging.

Im Protokoll vom 9. Dezember 1939 finden wir dann den Beschluß dem Kleintierzuchtverein eine Ziegenzuchtabteilung anzugliedern. Die Mitglieder wurden in jeder Vesammlung aufgefordert, noch mehr Kaninchen zu züchten und dabei insbesondere Angora. Es versteht sich von selbst, dass die Wolle abgeliefert werden musste, Felle etwa für den Eigenbedarf zu behalten, war nicht gestattet.

Der Mitgliederstand schrumpfte nun durch die Einberufungen zum Kriegsdienst enorm zusammen und so leitete dann auch am 26. Mai der neue Vorsitzende Fritz Giesler die Versammlung. Dieser war es dann auch, der dem Verein erstmals eine Jugendgruppe angliederte. Dieser Gruppe gehörten damals folgende Mitglieder an :

aus Murg          Erich Albiez          Helmut Klingler

                         Helmut Matt         Walter Preiser

                         Johann Hoffmann  Willy Sahner

                         Helmut Sandmann  Alfred Schlageter

aus Niederhof  Franz Harter        Otto Kurz 

                         Alois Ebner

Die letzte Ausstellung während des Krieges war dann am 14. und 15. November 1942. Ausstellungsleiter war der Vorsitzende Zuchtfreund Giesler, unterstützt von Adolf Steiner, Josef Kaiser, Alois Baumgartner, Franz Häuptli und Fritz Bär.

Über die Jahre 1943 bis einschließlich 1945 fehlen die Aufzeichnungen, in dieser Zeit war wohl das Vereinsleben mangels daheimgebliebener Mitglieder zum Erliegen gekommen.

1946 - 1949

Erst im März 1946 traf man sich dann im "Fischerhaus" um über die Neugründung eines vereins zu sprechen.Zuchtfreund Wilhelm Merz leitete die Zusammenkunft, als Gast konnte man erfreulicherweise Zuchtfreund Bruttel aus Rheifelden begrüßen.

Die neue Vorstandschaftsetzte sich dann wie folgt zusammen :

1. Vorsitzender          Karl Schäuble

2. Vorsitzender         Wilhelm Merz

    Schriftführer        Augustin Matt

    Kassierer               Andreas Hils

In der Generalversammlung am Sonntag den 21.03.1948 konnte der Gründungsausschuß endlich bekannt geben, dass nach viermaliger Zurückweisung der Behörden dem Verein die alten Rechte wieder zugestanden wurden.

Da das nötige Tiermaterial noch fehlte, konnte in diesem Jahr leider keine Lokalausstellung durchgeführt werden, stattdessen fand am 27.11.1948 eine Tischbewertung im Murgtal als Ersatz statt. Es wurden 52 Tiere zur Bewertung gebracht, welche im Durchschnitt mit gut bewertet werden konnten, laut Ausstellungsleiter Alois Baumgartner. Ein Preisgeld, wurde mit dem Einverständnis aller Züchter, keines ausbezahlt, da die finanzielle Lage der Vereinskasse es nicht erlaubte.

1948 konnten dann auch schon wieder 15 aktive Züchter im Landesverband angemeldet werden. Um den Kassenbestand zu verbessern wurden Tierverlosungen und ein Preiskegeln durchgeführt. Mit Freude zu erwähnen ist noch, dass am 10.11.1948 unser noch heute aktiver Zuchtkollege Josef Moser schon erwähnt wurde.

In der Kreisversammlung am 02.04.1949 welche wieder in Murg statt fand und vom Zuchtfreund Bruttel dirchgeführt wurde, gab man bekannt, dass im Januar 1950 eine Landesschau durchgeführt wird. Der C 235 Säckingen erklärte sich bereit die Kreisschau im Dezember 1949 durchzuführen.

Im Dezember 1949 wurde der Murger Züchter Alois Baumgartner für 40 jährige Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel und zum Ehrenmitglied im Landesverband ausgezeichnet. Josef Kaiser und Wilhelm Merz wurden für 25  jährige Mitgliedschaft ebenfalls mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

1950 - 1951

Im Februar 1950 appelierte der Zuchtwart Alois Baumgartner an alle Kaninchenzüchte endlich die "Bastarde" auszumerzen und dafür wieder verstärkt Rassekaninchen zu züchten. Weil verschiedene Züchter wieder Hühner halten wollten hat sich der damalige Geflügelobmann Hitzelberger bereit erklärt Bruteier für die selben zu besorgen. nach längerer Debatte wurde beschlossen, dass der Verein denjenigen Züchtern den Schaden ersetzt, welche nicht befruchtete Bruteier erhielten.

Die erste Nachkriegsausstellung fand am 25. und 26. November 1950 im "Murgtal" statt. Das Tiermaterial welches ausgestellt wurde konnte als sehr gut bezeichnet werden, denn es konnte 34 Ehrenpreise, 29  1. Preise, 14  2. Preise und 6  3. Preise vergeben werden. Ausgestellt waren 11 Kaninchenrassen. Josef Kaiser stellte das beste Tier (Klein-Chinchilla) mit 46 Punkten.

Als Preisrichter für Kaninchen waren Herr Bruttel aus Rheinfelden und für Geflügel Herr Aman aus Wehr tätig. Trotz sprichwörtlichem "Sauwetter" wurde die Ausstellung zahlreich besucht.

Nach den mageren und entbehrlichen ersten Nachkriegsjahren konnte der Verein durch intensive Vereinsarbeit und auch Gönnern wieder einen erfreulichen Kassenbestand von 491,57 DM verzeichnen.

Am 3. Mai führte der Kleintierzuchtverein zur Kammeradschaftsförderung einen Maibummel durch, welcher durch das romantische Murgtal zur Ruine Wieladingen und nach deren Besichtigung es weiter zum Lehnhof ging. Hier wurde die Angorazuchtfarm von Frl. Rudolph besichtigt, die wirklich hervorragendes Zuchtmaterial hatte. danach wanderte man weiter zum Gasthaus Rössle (Rippolingen) zum ausgiebigen Frühstück, an welchem der Kassierer jedem Wanderlustigen 2 DM aushändigte. Um 11.30 Uhr brach man dann guter Stimmung und in Begleitung von Zieharmonikaklängen Richtung "Adler" (Harpolingen) auf. Nach Darbietung der Harpolinger Musik, welche zufällig anwesend war, marschierte man dann nach fröhlichen und angeheiterten Stunden wieder nach Murg zurück.

Die geplante Kreisausstellung 1951 konnte leider nicht durchgeführt werden, da sich in der Gegend die Maul- und Klauenseuche verbreitete und in Säckingen die Hühnerpest ausbrach.

1952 - 1958

  Anfang 1952 kaufte der Verein einen neuen Angorazuchtrammler, welcher jedoch nur für die aktiven Vereinsmitglieder zum Decken zur Verfügung stand. Ebenso wurde ein Brutapparat für die Geflügelzüchter gekauft um endlich gescheites Rassegeflügel züchten zu können. Am 13. Mai 1952 bat der damalige Bürgermeister den Kleintierzuchtverein um Mithilfe an dem von der Gemeinde geplanten Volksfest.Der Verein sollte das Fest mit einer Kleintierausstellung in der Turnhalle verschönern.Es wurden darauf,am Volksfest das vom 2. bis 4. August statt fand, 45 Tiere ausgestellt und zwar 24 Kaninchen und 21 Nummern Geflügel, zudem wurde ein Meerschweinchenrennen durchgeführt. Die Ausstellung fand sehr hohen Anklang bei der Bevölkerung.

Das Zuchtjahr 1952 wurde mit der Ausrichtung der Kreisschau in Murg abgerundet. Es wurden 133 Kaninchen zur Bewertung angemeldet und 30 Käfige waren zur Verschönerung der Schau mit Geflügel belegt. Preisrichter waren Herr Veeser aus Singen und Herr Bruttel aus Rheinfelden. Die Ausstellung wurde am 13. Dezember 14.00 Uhr von Herrn Bürgermeister Walter Honer und Kreisvorsitzendemn Bruttel eröffnet. Beide Redner hoben hervor, dass die Kleintierzucht zum Nutzen des Volkes diene und forderten die Züchter auf weiterhin mit soviel Liebe und Hingabe die Kleintierzucht zu betreiben.

Beteiligt waren die Vereine : Rheinfelden, Säckingen, Öflingen, Laufenburg,Murg und die Waldangorafarm Rudolph aus Wieladingen. Es wurde festgestellt, dass an dieser Kreisschau durchweg erstklassiges Zuchtmaterial ausgestellt wurde.

In den Jahren 1953 bis 1958 konnten die Murger Züchter stets sehr gutes Zuchtmaterial an Kaninchen und Geflügel vorweisen, was an Lokal- und überörtlichen Ausstellungen immer wieder von verschiedenen Preisrichtern bestätigt wurde.

Der Höhepunkt 1958 war wohl das 50 jährige Vereinsjubiläum was mit Verbindung einer Kreisschau gefeiert wurde. An dieser Schau konnte der Murger Verein den zum ersten mal eingeführte Wanderpokal mit 1405 Punkten in Empfang nehmen. Die von der Gemeinde Murg gestifteten 3 Pokale, je einen für Kaninchen, Hühner und Tauben bekam alle Heinrich Baumgartner.

1959 - 1965

In einer Versammlung am 26.09.1959 wurde der Beschluß gefaßt, dass der Verein für die Transportkosten für Tiere und Käfige etc. aufkommen muß. Ebenfalls die Fahrtkasten für 2 Personen, welche die Kreisversammlung besuchen. Anlässlich der Generalversammlung am 4. März 1961 kam es an der Vereinsspitze zu einer Änderung. Nachdem Zuchtfreund Karl Schäuble schon längere Zeit krank war und die Vereinsgeschäfte vom 2. Vorsitzenden geführt wurden, wählte man kommissarisch einen 1. Vorsitzenden, dem die Führung des Vereins obliegen sollte. Gewählt wurde Zuchtfreund Eugen Laule. die Generalversammlung 1962 brachte die Wahl von Zuchtfreund Eugen Laule zum 1. Vorsitzenden und Zuchtfreund Karl Schäuble wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, weil er 25 Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden mit allen Höhen und Tiefen ausübte. Durch seine Arbeit konnte der Verein an alte Erfolge anknüpfen

Im Dezember 1962 fand dann im "Murgtal" wieder die Kreisausstellung statt.Ausgestellt waren 209 Kaninchen und 28 Nummern Geflügel. Murg errang bei dieser Schau zum 2. mal den Wanderpokal des Kreisverbandes.

Am 6. und 7. Juli 1963 wurde zum ersten mal in der Gartenwirtschaft des Gasthauses "Frohe Einkehr" vom Verein eine Jungtierschau durchgeführt. Ausgestellt wurden Kaninchen, Hühner, Tauben und Ziergeflügel. Insgesamt waren es 80 Tiere. Der Besuch der Bevölkerung war so gut, dass man beschloss künftig jährlich eine Jungtierschau durchzuführen.

Schon am 11. und 12 Januar 1964 fand im "Murgtal wieder eine Kreisschau statt. Es wurden 172 Kaninchen in 21 verschiedenen Rassen zur Bewertung ausgestellt. Geflügel wurde keines bewertet da zu wenig Anmeldungen vorlagen. Kreismeister wurde der KZV Murg punktgleich mit dem KZV Öflingen (1405 Punkte). Öflingen stellte den größeren Anteil an Rammlern und somit sprach man Öflingen den Titel zu. Das beste Zuchttier hatte Zuchtfreund Eduard Büche aus Öflingen es war ein "Wiener Weiß". Für den besten Zuchtstamm wurde Adolf Seichter aus Murg ausgezeichnet. Er erreichte mit seinen "Groß Chinchilla" einen Durchschnitt von 94 Punkten. Murg erreichte 3 von 5 vergebenen Einzelkreismeistertitel.

Am 20. September 1964 machte der Verein einen Ausflug mit einem Omnibus der Firma Zimmermann aus Säckingen. Die Fahrt ging an den Kaiserstuhl. Fahrtroute war Murg - Kandern - Badenweiler - Staufen - Breisach - Oberrottweil - Freiburg - Lörrach - Murg. Längere Aufenthalte wurden in Badenweiler, Breisach und in Freiburg eingelegt, so dass genügend Zeit war die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Der am Nachmittag einsetzende Regen tat der guten Stimmung aber keinerlei Abbruch. Zu dieser Fahrt lud der KZV Murg seine Aktiven- und Ehrenmitglieder ein. Die Fahrt sowie das Mittagessen trug die Vereinskasse. Es nahmen 22 Mitglieder am Ausflug teil.

1965 wurde die Bundesschau in Stuttgart von 17 Mitgliedern besucht, welche sehr gutes Tiermaterial einkaufen konnten. Auch fand wieder eine Jungtierschau in der Gartenwirtschaft "Frohe Einkehr" statt. Es wurden 130 Kaninchen in 12 verschiedenen Rassen von Preisrichter Gustav Bärle aus Lörrach bewertet. Zudem wurden noch 14 Hühner, 6 Tauben sowie Ziergeflügel ausgestellt. Der KZV Untermünstertal besuchte die Murger Jungtierschau in Zusammenhang eines Vereinsausfluges und waren mehr als begeistert über die Qualität der Tiere und der Ausrichtung der Ausstellung.

1966 - 1969

Anlässlich des Fasnachtsumzuges 1966 in Murg beteiligte sich unser Vereinerstmals mit einer eigenen Gruppe. Zu sehen war "Adolar der Eier legende Dachhase". Adolar war übermanns groß, das Material bestand aus einem Lattengerüst, Drahtgeflecht und Gips. Malermeister Sauer gab ihm das entsprechende Aussehen und Roman Knapp führte ihn während des Umzuges an der Kette. Er erregte großes Aufsehen.

Am 03.07.1966 führten die Mitglieder des Vereins eine sogenannte Stallschau durch. Man traf sich morgens um 9.30 Uhr am Bahnhof von wo aus man dann die Anlagen der Züchter Matt, Sautermeister, Gerspach, Laule und Merkle zu Fuß besuchte. Bei diesem durch das schöne Wetter begünstigten Morgenspaziergang konnten die Züchter Einblicke nehmen in das Schaffen Ihrer Kollegen. Beendet wurde die Stallschau mit einem Frühschoppen im "Murgtal".

Am 13. und 14. August1966 fand eine Jungtierschau im Gasthaus "Frohen Einkehr" statt. Ausgestellt wurde die stattliche Anzahl von 122 Kaninchen, 25 Häsinnen mit Jungtieren, 21 Hühner und 15 Tauben. Die Ausstellung war so groß, dass man sich schon Gedanken machte wo die künftigen Jungtierschauen stattfinden werden,sollte die Anzahl der Tiere noch zahlreicher ausfallen. Da es ein sehr schönes und Heißes Sommerwochenende war, fiel die Besucherzahl etwas spärlich aus, da die meisten Bürger unserer Gemeinde in das neueröffnete Murger Freibad gingen. 1966 zählte der Murger Kleintierzuchtverein durch sein Schaffen zu den größten und aktivsten am Oberrhein. Der Mitgliederbestand betrug 64 Mitglieder und 3 Ehrenmitglieder.

Am 11.06.1967 weihte der KZV Waldshut seine Gemeinschaftszuchtanlage im Ortsteil Bleiche ein. Zu diesem Anlaß besuchten 20 Züchter unseres Vereines die Ortsgruppe und waren sichtlich begeistert über die Häuschen mit Stallungen, welche von den Züchtern erbaut wurden.

Da die bisherige Gartenwirtschaft der "Frohen Einkehr" nun doch für das zahlreiche Tiermaterial zu klein wurde, fand die Jungtierschau am 26. und 27.08.1967 auf dem Schulhausplatz statt. Es wurden 180 Kaninchen, in 30 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen,42 Hühner und Tauben von 9 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen. Ausgestellt waren weiter , Gänse, Meerschweinchen und viele prächtige Ziervögel. 25 Aussteller stellten ihre Tiere zur Schau. Ideales Festwetter und überörtliche Werbung waren letztendlich der Erfolg für ein überaus hohen Festbesuch der Bevölkerung.

An der Jungtierschau am 08. und 09.06.1968 waren es schon von 25 Ausstellern 230 Kaninchen in 28 verschiedenen Rassen ,13 Hühner in 3 verschiedenen Rassen, 11 Tauben in 4 verschiedenen Rassen , 2 Enten und 2 Volieren Ziergeflügel welche auf dem Schulhausplatz ausgestellt wurden. Verbunden mit dem 60 jährigen Vereinsjubiläum führte der KZV Murg die Kreisschau am 30.11 und 01.12.1968 im Gasthaus "Murgtal" durch. Es wurden 268 Kaninchen, 32 Hühner, 45 Tauben und 2 Enten ausgestellt, was den Rahmen des "Murgtalsaales" fast sprengte. Murg belegte mit 1409 Punkten den 2. Platz bei den Vereinskreismeistern.

Um 20.00 Uhr eröffnete die Feuerwehrmusik aus Murg den Jubiläumsabend. Nach der Begrüßungsrede des 1. Vorsitzenden Eugen Laule überbrachte der Bürgermeister Walter Hohner die Grüße der Gemeinde und war voller Lobes und Begeisterung über das Ausrichten der Schauen, das wertvolle Zuchtmaterial der Züchter, die Zuchterfolge der Selben und überhaupt über das Geleistete an Organisation und Arbeit der verschworenen, ebenso kolligialen Gemeinschaft der Züchter unseres KZV C 130 Murg über 60 Jahre hinweg. An diesem Festabend wurden die Züchter Heinrich Baumgartner, Josef Hofmann, Andreas Hils und Karl Preiser zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Alle 4 Züchter leisteten in Ihrer 30 jährigen Vereinsmitgliedschaft erhebliches. Sie stellten meißt ihre ganze Freizeit in den Dienst der Kleintierzucht und den Verein, was durch ihre Zuchterfolge auch des öfteren schon belohnt wurde. Ausserdem erhielten die Murger Züchter Eugen Böhler, Adolf Seichter, Peter Gerspach, Hugo Ebner und Franz Merkle durch den Kreisvorsitzenden Ücker die silberne Ehrennadel des Landesverbandes.

Im Zuchtjahr 1968 wurde im KZV Murg 349 Kaninchen durch den Tätowiermeister Peter Gerspach tätowiert.

Auf die Einladung des KZV Kaisen (Schweiz) hin, besuchten Murger Züchter am 29.06.1969, einem sonnigen Sonntagvormittag den Verein um eine Stallschau durchzuführen. Dies war ein historischer Tag in der Geschichte des KZV Murg, denn er besuchte zum ersten mal einen Verein in der Schweiz. Zuchtfreund Amsler, Vorstand des KZV Kaisten begrüßte die zahlreich erschienenen Murger Züchter und gab seiner Freude über den Besuch ausdruck. Es wurden die Stallungen von 7 Züchtern beichtigt, wobei ein besonderer Leckerbissen, die Vogelzuchtanlage des Zuchtfreundes Winter war. Bei einem gemütlichen Abschlußhock auf dem Heuberg wurde eifrig über züchterische Dinge und die gewonnenen Eindrücke der Stallschau gesprochen.

Da die Kosten Für den Schulhausplatzzu hoch wurden (Versicherung gegen Unfälle ca. 200 DM) und weil sonst kein anderer Verein den Schulhausplatz benutzte, beschloss man die Jungtierschau am 02. und 03.08.1969 wieder in der Gartenwirtschaft der "Frohen Einkehr" abzuhalten. Trotz allem wurde es wieder ei recht guter Erfolg was das Ergebnis von 3000 verkauften Schokoladenlosen zeigte.

1970 - 1975

Am 17. Januar 1970 fuhr man mit dem Bus nach Stuttgart zur 1. Europaschau der Kaninchen. Diese Ausstellung war für jeden Züchter ein Erlebnis. Man sah 20.000 Kaninchen aus den verschiedensten europäischen Ländern und gewann somit einen Überblick über den Stand der Kaninchenzucht europaweit. Gegen 16 Uhr fuhr man dann wieder, zum Teil über spiegelglatte Straßen, Richtung Heimat. Die Fahrtkosten für die aktiven Züchter aus Murg, trug der Verein.

Da sich kein anderer Verein dazu bereit erklärte, die diesjährige Kreisschau auszurichten, wurde sie wieder einmal vom Murger Kleintierzuchtverein durchgeführt. Diese Ausstellung brach alle bis dahin erreichten Rekorde. Da unser Verein "nur" 220 Nummern Käfige hatte, brachte der KZV Öflingen sein Material an Käfigen von 200 Nummern für die Kreisschau mit. 61 Züchter stellten ihre Tiere aus, sie teilten sich auf in :

334 Kaninchen in 36 Rassen und Farbenschlägen

30 Hühner in 8 Rassen und Farbenschlägen

63 Tauben in 8 Rassen und Farbenschlägen

Die Preisrichter Walter, Abele und Boos bewerteten die Kaninchen, während Preisrichter Wick das Geflügel richtete. Nicht nur die Ausgestellte Anzahl an Zuchttieren brach alle Rekorde, sondern auch die Qualität was man an Hand der hohen Punktzahlen klar und deutlich erkennen konnte, die höchste Punktzahl an dieser Kreisschau hatte unser Murger Züchter Hans Matt mit seinen Weißen Neuseeländern erreicht. Sie wurden mit 396 Punkten bewertet und das ist mehr als eine Traumnote. Von 27 vergebenen Kreismeistertitel errangen die Murger Kaninchenzüchter ganze 14 Stück. Da an die Kreismeister Plaketten vergeben wurden, einzelpreis 1,50 DM, war in der Preisgeldkasse bald Ebbe. Unser Verein mußte 680 DM dazulegen. Nur den Verkauf der Tombola und der gut gefüllten Eintrittskasse war es zu verdanken, dass der Verein trotzdem noch einen Gewinn erwirtschaften konnte. Nur durch die gute Zusammenarbeit der Murger Züchter war es möglich eine so große und vielfältige Ausstellung erfolgreich abzuhalten !

Am 16.01.1971 fuhren 10 Züchter aus Murg und 5 Zuchtfreunde aus Waldshut mit einem kleinen Bus der Firma Sommer nach Karlsruhe zur Landesschau. Der Fahrpreis betrug 23 DM pro Person, die Murger Züchter mußten 10 DM davon selber bezahlen. Der Rest wurde aus der Vereinskasse bezahlt.

Als sich 1972 die wohnlichen Eigenschaften begannen zu verändern und man Platzmangel für die private Kleintierzucht bekam, befasste sich der Verein mit der Einrichtung einer Zuchtanlage. 4 Mitglieder waren sofort bereit ein Häuschen in der Anlage zu bauen im Sinne der Kleintierzucht.

Die Gemeinde Murg stand einer Zuchtanlage nicht ablehnend gegenüber. Bürgermeister Walter Honer bestand darauf, das der Verein einen schriflichen Antrag mit Skizze von den geplanten Zuchtstätten vorlegt. Ebenso wollte er andere Zuchtanlagen besichtigen um sich eine konkrete Vorstellung vom Bauvorhaben des Vereins machen zu können. Zuchtfreund Eugen Böhler legte in der Vorstandsitzung am 19.10.1972 Ansichten und Grundriß der Häuschen in der geplanten Zuchtanlage vor.

Den größten Zuchterfolg konnte der Murger Züchter Ernst Bladt für sich verbuchen. Er stellte seine "Roten Neuseeländer" auf der Europaschau in Zürich aus und wurde für seine hervorragenden Zuchttiere mit der silbernen Ehrenmedaille ausgezeichnet.

1973 war für den Murger Kleintierzuchtverein wieder ein züchterisch erfolreiches Zuchtjahr. Neben den verschiedenen Titeln, welche man an den örtlichen wie auch überörtlichen Schauen erreichte, war das ausscheiden des Züchters Karl Maier, der an der Landesschau mit seinen "Deutschen Widdern" grau mit dem Landesmeister punktgleich zog und eine Ehrenmedaille des Landesverbandes überreicht bekam.

In einer Versammlung am 06.06.1974 mußte der Vorstand Eugen Laule den Mitgliedern leider bekannt geben, das es mit der geplanten Zuchtanlage zur Zeit nicht klappt. Von der Gemeinde kam ein ablehnender Bescheid mit der Begründung, das sich der Planer und das Landratsamt negativ zum Bauvorhaben des Vereins äußerten.

Im Jahr 1974 verlor der Verein sein Vereinslokal "Murgtal". Wegen Umbau stand das Lokal dem Verein nicht mehr zur Verfügung und Ausstellungen konnten daher im Saal auch nicht mehr abgehalten werden. Zu dieser Zeit machte uns die Gemeindeverwaltung die Benutzung der alten Turnhalle als Ersatz möglich.

Bei der Murger Fasnacht 1975, die als "Straßen-Buden-Fasnacht" abgehalten wurde, beteiligte sich unser Verein auch mit einer "Festbude". Als spezialitäten gab es Hasenpfeffer mit Spätzle und Hänchenschenkel.

1976 -1981

Am 2. Juni 1976 wurde anlässlich einer Versammlung im Murger Verein eine Frauengruppe gegründet. Sie bestand vorerst aus 16 Frauen und es wurde am selben Abend die Vorstandschaft gewählt.

1. Vorständin          Inge Mattern

2. Vorständin          Katharina Bladt

    Kassiererin         Elisabeth Tröndle

    Schriftführerin  Salome Matt

Die Frauengruppe ist ein Unterverein des C 130 Murg. Die Kosten für die Erstausstattung (Messer, Scheren, Nadeln usw.) übernahm der Kleintierzuchtverein. Die Frauengruppe wurde von Frau Eschbach aus Luttingen angemeldet.

Die Jungtierschau wurde 1976 von der "Frohen Einkehr" in die "Rathaus-Turnhalle" verlegt, um nicht mehr wetterabhängig zu sein.

1979 stimmten dann die Mitglieder über die neu geschaffene Satzung ab und nahmen diese an. Es erfolgte die Anmeldung des Vereins beim Registergericht.

Im gleichen Jahr wurde auch der Beschluss gefasst, den Enderle-Schuppen für den Verein anzumieten. Für Käfige und Gerätschaften war endlich wieder eine Bleibe gefunden. Beim Schuppen fand dann Juli 1980 die Kreisjungtierpokalschau statt, die zu einem vollem Erfolg wurde. Besonderen Dank galt hier Reinhard Döbele und seiner Frau, welche uns mit Strom und Waser versorgten über die Ausstellungtage.

Als Beitrag zum Jahr der Behinderten organisierte unser Verein während der Jungtierschau 25. und 26.07.1981 Kutschfahrten für Groß und Klein durch Murg.

Der Erlös dieser Fahrten ging ausschließlich an das Kinderheim Doll.

Am 05. und 06.12.1981 fand unsere erste Ausstellung in der Murgtalhalle statt. Die Benutzung der Halle war uns von Seiten der Gemeindeverwaltung sicher zugesagt, dann jedoch wieder aus unersichlichen Gründen entzogen worden. Nur dem glücklichen Umstand war es zu verdanken, dass die Hallenmiete schon vor der Absage bezahlt war und nur deshalb konnte die Lokalschau doch in der Murgtalhalle stattfinden. Für die Tiere war vor der Halle ein Zelt aufgebaut. Die beim Züchterverband gebotene Pelzmodenschau fand sehr großen Anklang bei Züchtern wie auch Besuchern. An die Gemeinde mußten 10 % vom Umsatz der Veranstaltung und 30 DM für Wirtschaftsgenehmigung entrichtet werden.

1981 ist unsere geplante Zuchtanlage wieder mehr ins Gespräch gekommen. Der Standort dafür soll das Gelände zwischen Kalvarienberg und Eisweiher sein. Die Ver- und Entsorgung sollte zu Lasten der Gemeinde gehen.

1982 - 1983

Am 09. und 10.01.1982 fuhren unsere Züchter mit dem Bus, der auf Kreisebene eingesetzt war, zur 20. Landeskaninchenschau nach Karlsruhe. Das Wetter war denkbar schlecht. Der Bus kam wegen Glatteis schon ziemlich verspätet in Murg an. Mit diesem Doppeldeckerbus fuhr man dann mit gemischten Gefühlen auf zum Teil spiegelglatten Straßen nach Karlsruhe, wo man erst um 9 Uhr eintraf. In der Gartenhalle waren ca. 5835 Kaninchen aller Rassen und Farbenschläge ausgestellt.

Bei der Landesjugendschau am 23. und 24.01.1982 konnte unser Jungzüchter Bernd Jankowski mit seinen "Marburger Fehen" zum 2. Mal in Folge den Landesjugendmeistertitel mit nach Hause nehmen.

Am 13. und 14.02.1982 fuhr man wieder mit einem Bus zur Bundeskaninchenschau auf den Killenberg in Stuttgart. Die Organisation dieser großen Schau war jedoch eine einzige Katastrophe. Beim Einlaß von hunderten Züchtern gleichzeitig war so ein dichtes Gedränge, dass es schon ein Wunder war, dass keiner zertrampelt wurde. Der Tiereinkauf war ein weiteres Problem, da die Kataloge schleppend über den Vormittag verteilt eintrafen. Es waren ca. 26000 Kaninchen in allen Rassen und Farbenschlägen aus dem gesammten Bundesgebiet ausgestellt, welche sich auf 12 Ausstellungshallen verteilten.

Auf Anfrage des Schulleiters der Laufenburger Hebelschule Führte unser Verein am 11.06.1983 Während eines Schulfestes eine Werbeschau durch. Sie sollte zur Bereicherung und Auflockerung des Festes dienen.Lehrer,Schüler wie auch Eltern waren von den ausgestellten Kaninchen und dem Meerschweinchenrennen hellauf begeistert.

1983 besuchten unsere Züchter wieder Jungtier-, Lokal-, Kreis- und Landesschauen in Nah und Fern. Sie scheuten auch keine Mühe und Wege Ausstellungen in der Schweiz zu besuchen um Freundschaft und Kameradschaft zu pflegen.

Am 12. und 13.11.1983 trafen sich Züchter am gewohnten Abfahrtsort beim Rathaus, von wo aus man dann in Fahrgemeinschaften zum KZV Inzlingen Fuhr um gemeinsam mit ihnen ihr 25 jähriges Vereinsjubiläum zu feiern.

Am 26. und 27.11.1983 feierte unser Verein sein 75. jähteges Jubiläum verbunden mit einer Kreis- und Kreisjugendschau in der Murgtalhalle. Murg wurde bei dieser Schau zweiter Vereinskreismeister mit 1.421,5 Punkten und konnte 7 Einzelkreismeister verbuchen.Zum Festbankett konnte der 1. Vorsitzende Eugen Laule viele Kleintierzuchtfreunde aus den Kreisverbänden Säckingen, Lörrach und Waldshut begrüßen. Anwesend waren auch der 2. Landesvorsitzende Schüler, Kreisvorsitzender E. Scheidel und unser Bürgermeister Norbert Bernauer. Eine besondere Freude für unser Kleintierzuchtverein war, dass sich mehrere Abordnungen örtlicher Vereine als Gratulanten erschienen sind. Musikalisch umrahmt wurde die Festlichkeit durch die Murger Feuerwehrmusik. Bürgermeister Bernauer ging in seiner Rede kurz auf die Vereinsgeschichte ein und erwähnte, dass der Kleintierzuchtverein in kulturellen und gesellschaflichen Leben der Gemeinde eine wichtige Rolle Spielte, auch wenn sich die meiste Vereinsarbeit in der Stille abspielte. Im Hinblick auf die geplante zuchtanlage überreichte er als Jubiläumsgeschenk einen Scheck als Starthilfe. Eugen Laule wurde mit der goldenen Ehrennadel des Landesvorsitzenden Schüler mit Dankesworten ausgezeichnet. Dem Verein selber händigte er Geschenke des Zentral- und Landesverbandes aus. Ein Höhepunkt der Ausstellung war wohl die am Sonntag zur Unterhaltung abgehaltene Pelzmodenschau, welche wiedermal sehr hohen Anklang bei Züchtern und Besuchern fand.

In der Versammlung am 22.12.1983 bedankte sich Vorsitzender Eugen Laule für das gute Gelingen unserer Jubiläumsschau in der Murgtalhalle. In finanzieller Hinsicht war die Ausstellung kein Erfolg, denn die Miete und prozentualen Abgaben für den Wirtschaftsbetrieb verschlangen den größten Teil des Erwirtschafteten.

1984 - 1987

Am 07. und 08.01.1984 stellten wieder Murger Züchter bei der Landesschau in Freiburg ihre Zuchttiere zur Bewertung auf Landesebene aus. Unsere Züchter Schneider, Bladt, H. Jankowski, G. Jankowski und R. Rothe erhielten alle einen Landesverbands Ehrenpreis, wobei E. Bladt die beste Häsin der Rasse Rote Neuseeländer ausstellte und zum Siegertier erklärt wurde. R. Rothe konnte sich sogar durch seine Widder-Zwerge blau mit dem Landesmeistertitel schmücken.

Der Jahresanfang 1984 hatte aber auch seine Schattenseiten, da gleich 3 Vorstandsmitglieder schwer erkrankten. Zuchtfreund Böhler lag im Krankenhaus wegen eines Herzinfaktes, Zuchtfreund udersbach lag ebenfalls im Krankenhaus, da er an infektiöser Gelbsucht erkrankte und das 3 Vorstandsmitglied e. Laule erhielt während der Strabufateilnahme in unserer Hasenklause auch einen Herzinfakt und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Am 23.03.1984 wurde in der Generalversammlung des Kreisverbandes unser 2. Vorsitzender E. Thoma zum Kreisvorsitzenden gewählt.

Im Juli kaifte der Verein eine Halle (6m x 10m) für 8.000 DM, die in der geplanten Zuchtanlage später aufgestellt werden sollte, bis dahin lagerte man sie bei Zuchtfreund Schäuble für 20 DM Monatsmiete in seiner Scheune ein. Die Halle wurde bei der ÖVA für 30.000 DM versichert.

Bei der Stämmeschau in Haltingen erhielten 8 Züchter des Murger Vereins 10 Gold-, 1 Silber- und 2 Bronzemedaillen für ihre ausgestellten Zuchttiere.

Am 08. und 09.12.1984 nahmen unsere Züchter an der Kreisschau in Rheinfelden teil und konnten mit 1.332 Punkten glänzen und wurden wieder 1. Vereinskreismeister. An dieser Schau konnten auch 9 Züchter den Einzelkreismeistertitel gewinnen. Die beste Sammlung der Ausstellung hatte unser Zuchtfreund E. Laule mit seinen Riesen - Schecken.

In der Generalversammlung am 02.02.1985 im Gasthaus Peter gab Zuchtfreund E. Laule aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als 1. Vorsitzender des Murger Kleintierzuchtvereins nach 26 jähriger Amtszeit ab. Neuer Vorsitzender wurde Edwin Thoma, 2. Vorsitzender E. Bladt. E. Böhler bekam vom Verein ein Präsent für 21 Jahre gute Kassenführung.

Trotz kauf einer Halle für 8.000 DM und teurer Hallenmiete konnte der Verein ein Guthaben von 13.742,79 DM verbuchen.

Da es alljährlich Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Teilnahme an der Strabufa gab, beschloss der Verein nach 10 jähriger Teilnahme durch Abstimmung der Mitglieder künftig nicht mehr teilzunehmen und die "Hasenklause" sollte zum Verkauf angeboten werden. Die Murger Narrenzunft kaufte schließlich die Vereinshütte für 300 DM.

Im Zuchtjahr konnten Murger Züchter auf Orts-,Kreis-, Landes-, Bundes- und Clubschauen wieder sehr gute Ergebnisse mit ihren Zuchttieren erringen. R. Rothe holte sogar einen Bundesmeistertitel aus Nürnberg nach Murg.

1985 gehörten dem Verein 68 Mitglieder, 2 Ehrenmitglieder, 4 Jungzüchter und 62 passive Mitglieder an.

In einer Versammlung am 27.02.1986 im Gasthaus Peter konnte der 1. Vorsitzende endlich konkrete Angaben über die geplante Kleintierzuchtanlage geben.

Die Planungsgruppe Süd - West erläuterte in einer Gemeinderatsitzung den Bebauungsplan unserer Zuchtanlage. Es sollten 12 Parzellen entstehen mit Häuschen von 24 m² Größe.

Es soll mehrere Wasserentnahmestellen innerhalb des Geländes geben. Das Wasser vom Hochbehälter "Hengstenstall" ist jedoch kein Trinkwasser und muß deshalbvor Verwendung erst abgekocht werden. Das Vereinsheim kann in vorgesehener Größe erbaut werden. Stromanschluß geht vorerst nur bis zum Vereinsheim und später weiter zu jeder Parzelle. Die Erscließungskosten muß der Verein tragen. Den Bauausschuß innerhalb des Vereines bildeten E. Thoma, E. Bladt, E. Böhler, E. Udersbach und R. Rothe.

An der Lokalschau am 15. und 16.11.1986 stellten 23 Züchter und Züchterinnen 159 Kaninchen in 25 Rassen und Farbenschlägen aus. Hinzu kamen noch 19 Hühner und 21 Tauben. Die Bewertung der Kaninchen wurden durch die Preisrichter Walter und Wenner durchgeführt. Sie konnten wieder einen hohen Zuchtwert der Kaninchen bestätigen. Den Ernst-Bladt-Wanderpokal für die 8 besten Kaninchen eines Züchters errang Eugen Böhler mit 763 Punkten.

Unsere Frauengruppe konnte ihr 10 jähriges Bestehen feiern, was sie mit einer schönen Tombola und Ausstellungsstücken an Pelzarbeiten, welche in Eigenarbeit hergestellt wurden, umrahmten.

An der Landesschau am 10. und 11.01.1987 konnte unser Zuchtfreund R. Rothe mit seinen Widderzwergen blau wieder einen Landesmeistertitel nach Murg holen.

Im Jahr 1987 konnte der Verein einen kleinen Aufschwung an Züchtern und Zuchttieren spüren. Es wurden 180 Tiere mehr als im Vorjahr tätowiert. Gekennzeichnet wurden 18 große, 223 mittelgroße, 151 kleine, 94 Kurzhaar und 43 Langhaarkaninchen in 26 Rassen und Farbenschlägen. An der Generalversammlung konnte der Kreisvorsitzende E. Thoma unseren aktiven Züchter J. Moser mit der goldenen Ehrennadel und Urkunde im Auftrag des Landesverbandes auszeichnen. 

Im Juli 1987 begannen die Gemeindearbeiter Wege und Parkplätze für die Zuchtanlage anzulegen. Das Kraftwerk verlegte das Stromkabel. Weiter wurden von den Gemeindearbeitern mit den gemeindeeigenen Maschinen und Gerätschaften Wasserleitungen verlegt und Wasserschieber gesetzt, was durch die Bodenbeschaffenheit und dem zum Teil nasen Gelände nicht immer ein angenehmes oder leichtes Unternehmen war.

An der Lokalschau am 14. und 15.11.1987 stellten 20 Züchter und Züchterinnen 165 Kaninchen, 40 Hühner und 30 Tauben in 23 Rassen und Farbenschlägen zur Schau. Erstmahlig seit vielen Jahren wurden wieder Hühner und Tauben von einem Preisrichter (Herrn Rungaß) begutachtet. Die Kaninchen wurden von den Preisrichtern Walter und Wenner bewertet.

1. Vereinsmeister R. Rothe Widderzwerg weiß 385 Punkte

2. Vereinsmeister Ernst Bladt Rote Neuseeländer 384 Punkte

Jungzüchter Kaninchen :

1. Vereinsmeister Daniela Krauland Loh-braun 374,5 Punkte

2. Vereinsmeister Roswitha Moser Widderzwerge-grau 372 Punkte

Einen Preis für das beste Kaninchen der Schau, eine Widderzwerghäsin weiß mit 97 Punkte konnte Zuchtfreund R. Rothe in Empfang nehmen.

Vereinsmeister bei den Hühnern wurde Wolfhard Grunert aus Oberhof mit seinen Appenzeller Spitzhauben.

Vereinsmeister bei den Taubenzüchtern wurde Rudolf Weber mit Coburger Lerchen.

Es wurden 50 Ehrenpreise, 31 erste Preise, 37 zweite Preise und 27 dritte Preise vergeben.

Da die vor 4 Jahren gekaufte Halle durch die Gebäudeplanänderungen der Zuchtanlage nicht mehr brauchbar war, wurde sie an die Gartenfreunde Schopfheim für 8.000 DM verkauft.

Zuchtfreund Max Krauland richtete bei sich eine Futterstelle für die Murger Züchter ein, um den Züchtern weite Wege zur Futterbeschaffung zu ersparen. Man konnte bei ihm Kaninchen- und Geflügelfutter kaufen. Mittwoch von 17 - 19 Uhr Samstags von 10 - 12 Uhr.

Die Arbeiten in der Zuchtanlage liefen mehr oder weniger auf vollen Touren, es wurden bereits 3 Häuschen gebaut und mit Strom- und Wasserleitung versorgt. Da alles in Eigenarbeit von Züchtern erschaffen wurde und viele Stunden und Tage in Anspruch nahmen, konnte der Dank an die Helfer eigentlich nicht groß genug sein.

1988 - 1989

Am 18.11.1988 brannte der "Enderle Schuppen"  durch Brandstiftung ab. Das gesammte Inventar des Vereins wurde ein Raub der Flammen und auch das Sommerausstellungsdomizil ging somit für den Verein verloren.

1988 konnte der Verein 9 neue Mitglieder in seinen Reihen willkommen heissen. 7 aktive und 2 passive Züchter.

In der Generalversammlung am 21.01.1989 im Gasthaus Peter konnte man trotz Zuschüsse vom Landesverband und eines Ehepaares, das nicht genannt werden wollte, sowie die Spende der Frauengruppe von 5.000 DM und Ausgaben von 44.932,50 DM für die Zuchtanlage noch einen Kassenbestand von 5.403,58 DM vorweisen.

Jugendwart R. Rothe betreute derzeit 6 Jugendzüchter im Alter von 10 -16 Jahren, welche sich sehr viel Mühe mit der Pflege ihrer Tiere gaben. Jedoch nur Daniela Krauland war auf den Ausstellungen erfolgreich und konnte einige Auszeichnungen erringen.

Anfang 1989 waren die Böden für die neuen Ausstellungskäfige in Eigenarbeit Fertig gestellt und wurden vorübergehend bei Zuchtfreund Weger eingelagert. Die für den Bau benötigten 13 kg Holzleim hat Manfred Eckert gestiftet. Die bereits 5 erstellten Häuschen in der Zuchtanlage wurden bei der Badischen - Gebäudeversicherung gegen Feuer versichert. Das Innenleben der Zuchtstätten mußte der Mieter selber versichern. Für die Miete der Zuchthäuschen wurde ein Betrag von monatlich 50 DM beschlossen.

R. Weber wurde anlässlich der Generalversammlung der Geflügelzüchter mit der silbernen Ehrennadel und Urkunde vom Landesverband ausgezeichnet.

Der Kleintierzuchtverein Murg verzichtet 1989 auf Jungtier und Lokalschauen,ebenso stellten Züchter auch auswärts nicht aus, da eine Kaninchenseuche im Freiburger Raum aufgetreten ist.Vorsorglich wurde der Raum von Freiburg - bis Schaffhausen zum Sperrgebiet erklärt und der Landesverband empfahl als Vorbeugendemaßnahme bis einschließlich September keine Ausstellung durchzuführen.

1989 wurden 3 weitere Häuschen in der Zuchtanlage gebaut.

Das Holz für diese stiftete Zuchtfreund Fritz Schäuble, Zuchtfreund Rainer Rothe übernahm wieder die Bauleitung.

1990 - 1991

In einer Generalversammlung am 19.01.1990 im Gasthaus Peter wurden die Züchter Eugen Böhler und Josef Moser urkundlich zu Ehrenmitgliedern ernannt, auf Grund ihrer langjährigen Verdienste im Verein.

Am 07. und 08.07.1990 fand unsere Jungtierschau zum ersten Mal auf dem Gelände des Angelsportvereines am Eisweiher statt. Gezeigt wurden 125 Kaninchen welche von den Preisrichtern Löffler und Scheidel bewertet wurden.

Im zusammenhang mit der Jungtierschau wurde auch ein "tag der offenen Tür" auf unserer Anlage abgehalten. Somit konnte sich auch die Bevölkerung und auswärtige Züchter über den Stand und Aussehen der Anlage informieren und die schon 8 fertig gestellten Häuschen begutachten.

Am 25. und 26.08.1990 stellten 10 Züchter unseres Vereines ihre Zuchttiere auf der Oberrheinischen Stämmeschau in Rheinfelden aus. Es wurden von ihnen 6 Gold-; 1 Silber- und 2 Bronzemedaillen errungen. Nur ein Züchter ging leer aus, da er einen NB in seinem Zuchtstamm hatte.

Am 18.09.1990 verstarb plötzlich und unerwartet unser jahrzehntelanger Kassierer an Herzversagen. Er hatte sich ganz der Kaninchenzucht verschrieben und war viele Jahre eine große Stütze des Murger Vereines. Als Ersatzkassierer bis zur nächsten Generalversammlung wurde Josef Moser in der Monatsversammlung vom 11.10.1990 von den Mitgliedern gewählt. Das Häuschen von Zuchtfreund Böhler übernahm seine Tochter Andrea Esters.

Der Landesverband gab bekannt, dass künftig auf allen überörtlichen Schauen eine "RHD" impfpflicht besteht. Dies muß durch einen Tierarzt welcher die Impfung durchführt bestätigt werden. Am 03. und 04.11.1990 nahmen die Murger Züchter an einer Pokalvergleichsschau in Schachen teil und belegten mit ihren Zuchtkaninchen den 2. Platz.

In der Generalversammlung am 18.01.1991 überbrachte Bürgermeister Bernauer in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse Murg einen Brief nebst Scheck in Höhe von 5.000 DM, da er unseren Verein zur Zuteilung einer außerordentlichen Zuwendung vorgeschlagen hatte. 

In der Versammlung vom 25.08.1991 wurde unser Murger Kaninchenzüchter ernst Bladt mit dem Titel des "Züchter des Jahres 1990" im Kreisverband ausgezeichnet. Diesen Titel kann nur derjenige Züchter erringen, welcher im Zuchtjahr am erfolgreichsten auf örtlichen und überörtlichen Ausstellungendie zusammengerechnet höchsten Punktzahlen aller aktiven Züchter im Kreisverband erzielt hat.

Am 16. und 17.11.1991 fand wieder unsere Lokalschau in der Murgtalhalle statt. Ausgestellt waren 102 Kaninchen, 37 Hühner, 44 Tauben, 4 Gänse, 4 Enten und 2 Jagdfasane.Zum Jahresende hatte der Murger Kleintierzuchtverein 84 Mitglieder davon 38 aktive Züchter, 37 Passivmitglieder und 9 Jungzüchter.

1992 - 1994

 Im Mai 1992 konnte ein weiteres Häuschen in der Zuchtanlage vermietet werden. man Konnte Daniel Thomann aus Murg für den Verein als Züchter gewinnen. Er züchtete jahrelang Deutsche-Riesenschecken schwarz und blau weiß auf privater Ebene und wollte in der Zuchtanlageaber eine neu Kaninchenrasse züchten und entschied sich für "Deutsche Widder grau" aus Platzgründen.

Am 04. und 05.07.1992 kamen in Folge regnerischen und kalten Wetters nur wenige Besucher zu unserer Jungtierschau am Eisweiher. Hinzu kam das die Gemeinde Murg am gleichen Wochenende zum "Tag der offenen Tür" zur Bauhofeinweihung eingeladen hatte. Am 15. August besuchten Züchter unseres Vereines den KZV Unterlauchingen um an der Einweihung des Neuen Vereinsheimes teizunehmen.

In der Versammlung am 10.09.1992 stellte der 1. Vorsitzende Thoma ein weiteres neues Mitglied unseres Vereines vor. Armin Palla aus Oberhof. Er bezog das sich im Bau befindliche 11 Häuschen in der Zuchtanlage, welches von Zuchtfreund Weber vorfinanziert und das Holz von Zuchtfreund Fritz Schäuble gestiftet wurde. Somit hatte unser Verein einen jungen Kaninchenzüchter mehr in seinen Reihen.

Einen großen Erfolg konnten unsere Geflügelzüchter verbuchen. Sie belegten den 2. Platz auf der Kreisjungtierpokalschau in Steinen-Höllstein.

An der Pokalschau in Schachen kam wieder einmal zu Tage wie qualitativ hochwertig die Zuchttiere im Murger Verein waren. Am 25.10.1992 während der Siegerehrung blieben manche Münder offen stehen und der Neid war groß. Unsere Züchter belegten nicht nur den 1. Platz in der Vereinspokalwertung sondern gewann auch noch alle 3 Wanderpokale für die besten Sammlungen der Ausstellung. Der 1. Wanderpokal ging an R. Rothe mit 383,5 Punkten, der 2. Wanderpokal ging an E. Bladt mit 382,5 Punkten und der 3. Wanderpokal ging an A. Kronimus mit 382 Punkten.

An unserer Lokalschau am 14. und 15.11.1992 konnte der 1. Vorstand die aktiven Züchter R. Rothe, Hans Matt, Hugo Ebner, Felix Bäumle, Karl Mayer, Werner Andris, P. Eichmann, G. May und die Züchterin Helga Jankowski für 25 jährige Mitgliedschaft mit der silbernen Ehrennadel sowie einer ZDK Urkunde auszeichnen.

An der Kreisschau am 21. und 22.11.1992 errangen unsere Murger Züchter 12 Einzelkreismeistertitel. An dieser Ausstellung wurde unser Zuchtfreund e. Bladt vom Landesverband für 40 jährige aktive Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel sowie einer ZDK Urkunde geehrt. Um die Geimennützigkeit unseres Vereines zu beantragen, wurde am 10.12.1992 eine Satzungsänderung vorgenommen, die mit 20 Ja-Stimmen befürwortet wurde.

Einen erfolgreichen Abschluß des Zuchtjahres konnten Züchter des Murger Vereines an der Landesschau in Offenburg erlangen.E. Bladt hatte die beste "Rote Neuseeländer" Häsin mit 97 Punkten und R. Wittemann hatte den besten "Braunloh" Rammler mit 96.5 Punkten der Ausstellung. G. Jankowski konnte sogar einen weiteren Landesmeistertitel mit seinen "Kleinschecken-schwarz-weiß" nach Murg holen.

Am 12.06.1993 bereicherte der Murger Kleintierzuchtverein auf Anfrage des Gewerbevereins Görwihl hin, ihr Kindersommerfest mit einer kleinen Tierschau, welche großen Anklang bei Alt und Jung fand.

Man führte am 03. und 04.06.1993 eine Jungtierschau am Eisweiher durch. Stellte auf der Kreisjungtierschau am 10. und 11.06.1993 in Rheinfelden aus und nahm an der Pokalschau in Schachen teil. Den züchterischen Abschluß bildete die an unseren Verein übertragene Kreisschau in der Murgtalhalle. Bei dieser Ausstellung konnten wieder Züchter des Murger Vereines durch ihre gute Zucht glänzen. Daniel Thomann erhielt einen Sonderehrenpreis für seine "Deutschen-Widder grau" und Ernst Bladt bekam den Berthold-Lüber-Gedächnispokal für die beste Sammlung "Rote Neuseeländer mit 382,5 Punkten der Schau.

Von der Gemeinde wurden die Kosten für die Erschließung der Zuchtanlage neu berechnet. Somit muß der Verein jährlich 1.419,- DM Erschließungskosten an die Gemeinde bezahlen, weil die Kosten der Erschließung wesentlich höher ausfielen als zuvor von Spezialisten errechnet wurde. Hinzu kommen noch jährlich 289,76 DM für die Pacht des Geländes.

1993 hatte der Kleintierzuchtverein eine Mitgliederzahl von 45 Aktiven wovon nur 29 Tiere züchteten, 36 Passivmitglieder, 2 Ehrenmitgliedern und einige Jungzüchter zu verzeichnen.

Auf wunsch und drängen hin baute der Verein für einen zugezogenen Murger Bürger und seinen Sohn mit einem Kredit in Höhe von 10.000 Dm zwei weitere Häuschen in der Zuchtanlage. Da es die Herren so eilig hatten ein Häuschen zu beziehen um Kaninchen und Geflügel zu züchten, wurden im strömenden Regen von Mitgliedern die Fundamente ausgegraben.

Als der Besagte vorbei schaute und mit Erstaunen feststellte, dass andere Mitglieder trotz Sauwetter bemüht sind damit "Er" so schnell wie nur möglich sein Häuschen beziehen kann, wollte "Er" nur kurz nach Hause gehen um geeignete Arbeitskleidung anzuziehen. Leider mußte man dann vom damaligen Vorstand der Gartenfreunde erfahren, dass Herr Jähn in ihrer Anlage ein Häuschen gekauft hat und keine Interesse mehr an dem für ihn extra gebauten Häuschen in der Kleintierzuchtanlage mehr hätte.

Für das Jahr 1994 wurde beschlossen, dass jeder aktive Züchter 20 Arbeitsstunden oder Ersatzzahlungen von 15 DM je Stunde zu leisten hat. Dies war wohl nicht die beste Idee, denn es erhitzte die Gemüter zum Teil so sehr, dass es sogar Mitgliederaustritte aus dem Verein gab. Es wurden auch in diesem Jahr wieder Impfungen gegen "RHD" in unserer Anlage durch Tierarzt Abel an den Kaninchen durchgeführt. Unser Verein beteiligte sich am 28. und29.05.1994 an dem gemeinsamen "Murger Hock" auf dem Schulhausplatz. Herr Bürgermeister Schöke wollte mit diesem "Hock" an die Murger Volksfeste der 50er Jahre anknüpfen.

Am 07.10.1994 übernahm Zuchtfreund D. Thomann ein 2. Häuschen in der Zuchtanlage um die Jugendmanschaft der Jungzüchter zu verstärken. Es wurden darin zwei weitere Rassen für die Jugend gezüchtet.

Am Züchterabend der Lokalschau am 12. und 13.11.1994 wurde unser über 40 jähriges Vereinsmitglied und Gönner des Vereins (er stiftete für 9 Zuchthäuschen das Bauholz) zum Ehrenmitglied des Murger Kleintierzuchtvereins ernannt.

1995 - 1996

 In einer erweiterten Vorstandsitzung am 11.05.1995 im Gasthaus Peter legte der 1. Vorsitzende Edwin Thoma sein Amt als 1. Vorsitzender des Vereins nieder. Grund dazu war, weil die letzten 2 Häuschen, welche sich im Bau befanden nicht so schnell fertig gestellt wurden, wie er es gerne gehabt hätte. Reiner Rothe führte das Amt des 1. Vorsitzenden kommissarisch bis zur nächsten Generalversammlung weiter.

An der Kreisjugendpokalschau in Wehr konnte wieder ein Murger Züchter die höchste Auszeichnung im Kreisverband erringen. Unser Züchter R. Rothe wurde mit585 Punkten zum "Züchter des Jahres" gekürt und erhielt einen Zinnteller für seine Leistungen. An der Jungtierschau am 01. und 02.07.1995 stellten 15 Züchter 92 Kaninchen sowie 3 Häsinnen mit Jungtieren, 23 Hühner und 10 Tauben aus. Preisrichter waren Walter und Wenner.

1. Vereinsmeister:   D. Thomann, Deutsche Kleinwidder grau 32,24 Punkte

2. Vereinsmeister:   S. Wyttenbach, Loh-schwarz                  32,21 Punkte

3. Vereinsmeister:   W. Andris, Satin-rot                               32,20 Punkte

Jungzüchter:

1. Vereinsmeister:   T. Baumgartner, Deutsche Kleinwidder grau 32,23 Punkte

Bei der Pokalschau in Schachen am 21. und 22.10.1995 fielen unsere Züchter wieder Durch erfolgreiche Zuchttiere auf. Beide Wanderpokale für die besten Sammlungen erhielten Murger Züchter.

Den ersten Wanderpokal erhielt Jungzüchter T. Baumgartner für seine "Deutschen Kleinwidder grau" mit 384 Punkten. Der zweite Wanderpokal ging an D. Thomann für seine "Deutschen Kleinwidder grau" mit ebenfalls 384 Punkten.

In der Generalversammlung am 02.02.1996 meldete sich E. Thoma nach dem verlesen der Berichte zu Wort. Er wollte wieder für das Amt als 1. Vorsitzender kandidieren.Somit kam es zu einer geheimen Wahl. Bei 26 abgegebenen Stimmen fielen 12 auf Thoma und 13 auf Rothe. 1Stimme war ungültig. D. Thoma wurde für 1 Ergänzungsjahr als 2. Vorstand gewählt.

An der Jungtierschau 1996 am Eisweiher stellten 12 Alte- und 3 Jungzüchter ihre Kaninchen zur Bewertung aus. Preisrichter Badt und Hoffmann bewerteten die 91 Tiere. Sie bescheinigten den Züchtern hervorragendes Tiermaterial.

Altzüchter:

1. Vereinsmeister:   D.Thomann, "Deutsche Kleinwidder grau"      32,23 Punkte

2. Vereinsmeister:   D. Thomann, "Deutsche Widder grau"           32,18 Punkte              

                                                             (bessere Formen)

3. Vereinsmeister: F. Herrle, "Neuseeländer rot"                         32,18 Punkte

Jungzüchter:

1. Vereinsmeister: M. Baumgartner, "Deutsche Kleinwidder weiß"   32,21 Punkte

2. Vereinsmeister: T. Baumgartner, "Deutsche Kleinwidder grau"   32,18 Punkte

3. Vereinsmeister: Ch. Bartholome, "Wiener blau"                             30,11 Punkte  

Diese Ausstellung konnte auch vom Reingewinn das beste Ergebnis seit vielen Jahren erzielen, nämlich von 2.823 DM. 

Bei der Kreisjungtierpokalschau in Lörrach-Stetten waren die Murger Züchter wieder unschlagbar.

Die Altzüchter belegten mit 104,73 Punkten den 1. Platz. Die Jungzüchter belegten mit 64,44 Punkten ebenfalls den 1. Platz.

An der Stämmeschau in Unterlauchringen am 17. und 18.08.1996 erwarben 7 Züchter 6 Goldmedaillen und 1 Silbermedaille.

Da der Verin keine Lokalschau in der Murgtalhalle abhalten konnte wurden die Vereinsmeisterschaften der Murger Züchter an der Pokalschau in Schachen durchgeführt.

Zu den Vereinsmeistertiteln wurden auch noch die beste "Häsin", der beste "Rammler" und der "Pechvogel" der Ausstellung ermittelt. Die beste Häsin hatte D. Thomann, Kleinwidder grau mit 97,5 Punkten. Den besten Rammler hatte M Baumgartner, Kleinwidder weiß mit 96,5 Punkten. M. Baumgartner holte mit seinen Zuchttieren  mit 383,5 Punkten wieder den Wanderpokal für die beste Sammlung nach Murg.

Den Pechvogel der Ausstellung bekam W. Andris, da er von 3 ausgestellten Stämmen 2 NB hatte.

Bei der Kreisschau am 23. und 24.11.1996 in Öflingen konnten von 10 Ausstellern unseres Vereins 12 Einzelvereinsmeister ermittelt werden. Bei den Altzüchtern lagen unsere Züchter nur ganz knapp hinter Öflingen auf dem 2. Platz, während die Murger Jungzüchter mit Abstand den 1. Platz belegten. Zusätzlich bekam M. Baumgartner einen Landratsamtehrenpreis, R. Rothe und Ch. Bartholome je einen Landesverbandsehrenpreis, T. Baumgartner und H. Jankowski je einen Kreisverbandsehrenpreis.

  1997

Bei der Kreisjungtierpokalschau in Rheinfelden am 14. und 15.06.1997 ging die Auszeichnung für den "besten Züchter des Jahres 1996" (540 Punkte) wieder an einen Murger Züchter. D. Thomann bekam diesen höchsten Titel des Kreisverbandes in Verbindung eines Zinntellers.

Die Jungtierpokalschau am 05. und06.07.1997 am Eisweiher wurde von 93 Kaninchen 8 mal sehr gut in allen Positionen,81 mal sehr gut, 2 mal gut und 1 mal NB vergeben.

1. Vereinsmeister: D. Thomann, Dt. Kleinwidder grau          32,23 Punkte

2. Vereinsmeister: M. Bartholome, Wiener blau                   32,22 Punkte

3. Vereinsmeister: D. Thomann Dt. Widder grau                  32,22 Punkte

Jungzüchter:

1. Vereinsmeister: S. Thomann Dt. Kleinwidder weiß                                32,25 Punkte

2. Vereinsmeister: Zg. N. und St. Wittemann, Weißgrannen schwarz     32,24 Punkte

3. Vereinsmeister: Ch. Bartholome, Wiener schwarz                               32,18 Punkte

Außerdem wurden 10 Tauben und 4 Häsinnen mit Jungen ausgestellt. Trotz Dauerregens ließen sich so viele Tierfreunde nicht nehmen unsere schöne Ausstellung zu besuchen.

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Zuchtjahr war die Kreisschau an der Murger Züchter für ihre hervorragenden Zuchttiere belohnt wurden. Es wurden 7 Kreismeistertitel von den Altzüchtern erworben, wovon D. Thomann alleine 3 erhielt mit 2 ausgestellten Rassen in 2 Farbenschlägen. Von unseren starken Jungzüchtern konnten weitere 3 Kreismeistertitel errungen werden.Die wirkliche Qualität der Zuchttiere spiegelte sich in weiteren Auszeichnungen, welche Züchter des Vereines erhielten.

Pokal für die beste Sammlung der Schau Dt. Widder grau  385,5 Punkte,D. Thomann

Landratsamtehrenpreis                                                                                 D. Thomann

Landesverbandsehrenpreis                                                                           D. Thomann

Kreisverbandehrenpreis                                                                               R. Wittemann

Landratsamtsehrenpreis                                                                              D. Thomann

Am 15. und 16.11.1997 fand unsere diesjährige Lokalschau in der Murgtalhalle statt. Es wurden 89 Kaninchen in 15 Rassen,24 Hühner und 10 Tauben zur Bewertung ausgestellt.Für die Kaninchen waren die Preisrichter Scherr und Gerd Walter zuständig. Das Geflügel wurde durch Frau brigitte Bieri aus der Schweiz bewertet. Um die Ausstellung für die Besucher noch attraktiver zu gestalten stellte r. Rothe ein Pärchen Brautenten in Bodenkäfigen aus. Daniel Thomann bestückte weitere 5 Bodenkäfige mit Ziergeflügel 1 Pärchen Mandarinenten, 1 Pärchen Steinhühner, 1 Pärchen Hotten-Tottenenten (die kleinste Entenrasse der Welt), 1 Gruppe europäische Wachteln und eine Familie chinesischer Zwergwachteln.

Vereinsmeister wurde bei den Altzüchtern Kaninchen:

1. Vereinsmeister: D: Thomann, Dt. Kleinwidder grau          384 Punkte

2. Vereinsmeister: R. Wittemann, Weißgrannen schwarz    383 Punkte

3. Vereinsmeister: D. Thomann, Dt. Kleinwidder weiß          382,5 Punkte

Bei den Jungzüchtern:

1. Vereinsmeister: S. Thomann, Dt. Kleinwidder weiß                          385 Punkte

2. Vereinsmeister Zg. N. und St. Wittemann, Weißgrannen schwarz 382 Punkte

3. Vereinsmeister: Ch. Bartholome, Wiener schwarz                          381 Punkte

Das beste Tier und die einzige Note vorzüglich hatte S. Thomann, 1 Rammler Dt. Kleinwidder weiß mit 97 Punkten.

An der Pokalvergleichsschau zwischen Murg, Waldshut und Schachen konnten die Murger Züchter 8 Pokale mit nach Hause nehmen. D. Thomann bekamm zusätzlich für die beste Sammlung mit 384,5 Punkten (Dt. Widder grau) den begehrten Wanderpokal überreicht. In der Vereinswertung belegte der Murger Kleintierzuchtverein den 1. Platz mit 2.668 Punkten. 2 Murger Züchter stellten ihre Zuchttiere auch im Deutschen Riesen-, Riesenschecken- und Widderclub Hochrhein am 21. und 22.12.1997 aus um sich mit den besten Züchtern ihrer Rassen zu messen. An dieser Schau wurde R. Rothe mit Deutsche Widderzwerge weiß mit 381,5 Punkten Clubmeister.

D. Thomann wurde mit Deutschen Widder grau mit 385,5 Punkten Clubmeister zusätzlich für 0,1=97 Punkte und 1,0=97 Punkte in dieser Sammlung je 1 vorzüglich Pokal. D. Thomann wurde auch mit Deutschen Kleinwidder grau mit 385,5 Punkten Clubmeister und erhielt für diese Sammlung ebenfalls für 1,0=97 Punkte und für 0,1=97 Punkte je ein vorzüglich Pokal. Er konnte als Murger Züchter für 2 Sammlungen 6 Auszeichnungen mit nach Murg nehmen ,trotz starker Konkurrenz.

Das "i" Tüpfchen setzte unsere Jungzüchterin Sabrina Thomann im Zuchtjahr 1997 auf in dem sie ihre Deutschen Kleinwidder weiß an der Landesjugendschau in Meßkirch ausstellte und Landesjugendmeisterin wurde.Sabrina Thomann holte seit langer Zeit wieder einen Landesjugendmeistertitel nach Murg.

Unser Verein hat zur Zeit 73 Mitglieder 24 Aktive, 42 Passive, 2 Ehrenmitglieder und 5 Jungzüchter.

1998

An der Generalversammlung am 22.01.1998 im Gasthaus Peter ergab sich wieder eine Änderung der Vorstandschaft. Da der 1. Vorsitzende R. Rothe seinen Wohnsitz nach Spanien verlegen will, kandidierte er nicht mehr für den ersten Vorsitz. Daniel Thomann wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt, Martin Bartholome führte kommissarisch für 1 Jahr das Amt des 2. Vorsitzenden aus, als Schriftführer wurde Josef Moser gewählt. Die Frauengruppe befand sich zur zeit im Stillstand, da sie wegen Pesonalproblemen nicht "aktiv" sein konnte. Aus personellen Gründen Konnte unser Kleintierzuchtverein leider nicht weiter an der Veranstaltung der Gemeinde "Murger Hock"  teilnehmen. Für die Pflege der Kameradschaft wurde Sonntag morgens ein Züchterstammtisch auf Wunsch der Mitglieder eingeführt.

Am 04. und 05.07.1998 führte unser Verein die diesjährige Jungtierschau am Eisweiher durch. Bewertet durch die Preisrichter Heinz Hoffmann und Dieter Richter wurden 89 Tiere. Weiterhin wurden auch wieder Häsinnen mit Jungtieren ausgestellt und verschiedene Geflügel ohne Bewertungen.

Vereinsmeister bei den Altzüchtern wurden:

1. Vereinsmeister:     D. Thomann mit Dt. Kleinwidder weiß        32,21 Punkte

2. Vereinsmeister:     D. Thomann mit Dt. Widder grau              32,21 Punkte

3. Vereinsmeister:     D. Thomann mit Dt. Klienwidder grau       32,20 Punkte

Bei den Jungzüchtern:

1. Vereinsmeister:     J. Thomann mit Dt. Kleinwidder grau        32,18 Punkte

2. Vereinsmeister:     J. Thomann mit Dt. Kleinwidder weiß        32,16 Punkte

Alle zu vergebenen Titel gingen nach genausten Auswertungen an Daniel Thomann und seine Tochter Jasmin Thomann. Wie schon Jahre zuvor wurden die Besucher und Gäste unserer Ausstellung durch unsere Festwirtschaft bestens versorgt und durch die Kaffeestube unserer Züchterfrauen Christel Hickisch und Dana Wittemann mit selbst gebackenen Kuchen sowie verschiedenen Kaffeevarianten verwöhnt. Der 1. Vorsitzende überraschte W. Andris mit einem Weinpräsent und gratulierte ihm zu seinem 70. Geburtstag.

An der Kreisjungtierpokalschau in Bad Säckingen erhielt unser Kaninchenzüchter Daniel Thomann die seltene Auszeichnung zum 2. mal in Folge "Züchter des Jahres" im Kreisverband.

1998 wurde auch wieder einmal eine Stallschau mit gemütlichem Züchterhock bei unserem Mitglied Samuel Wyttenbach in Hottingen durchgeführt. Er lud interessierte Mitglieder bei sich ein um seinen neu eingerichteten Stallungen zu besichtigen.

Bei der Gewerbeschau im Industriegebiet von Murg bereicherte der Murger Kleintierzuchtverein die Veranstaltung mit einem kleinen "Streichelzoo".

Am 14. und 15.11.1998 führte unser Verein wieder einmal unter erschwerten Bestimmungen eine Kreisschau durch. Hier wurden gleichzeitig die Vereinsmeister von Murg ermittelt.

Vereinsmeister Altzüchter:

1. Vereinsmeister:     D. Thomann Dt. Kleinwidder grau

2. Vereinsmeister:     H. Jankowski Marburger Feh

3. Vereinsmeister:     R. Rothe Widderzwerge - Thüringen

Vereinsmeister Jugend:

1. Vereinsmeister:     J. Thomann Dt. Kleinwidder weiß

2. Vereinsmeister:     J. Thomann Dt. Kleinwidder grau

Gleichzeitig mit der überörtlichen Ausstellung konnte der Murger Verein sein        90-jähriges Vereinsjubiläum feiern. An diesem Fest wurde vom 1. Vorsitzenden 2 altbewährte und aktive Züchter für 50 jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Dies waren Fritz Schäuble und Josef Moser. J. Moser wurde zusätzlich vom Landesverband durch den Kreisvorsitzenden mit der goldenen Ehrennadel und ZDK Urkunde des Landesverbandes Badischer Kaninchenzüchter geehrt und zum Altzüchter ernannt.

1999

Am 11.06.1999 fand die letzte Versammlung im Gasthaus Peter statt, da die Wirtsleute nach vielen Jahren täglicher Gastronomie ihr Gasthaus verpachteten. Somit verlor unser Verein zum 2. mal ein beliebtes Vereinslokal. 

Bei der Kreisjungtierpokalschau in Rheinfelden am 12. und 13.06.1999 belegten die Altzüchter aus Murg leider nur den 3. Platz, während unsere Jungzüchter stolz mit dem errungenen 1. Platz nach Hause kamen.

Beim Abschluß Hock im Gasthaus Peter, zu dem alle Vereine welche in all den Jahren den Weg zu ihnen fanden eingeladen wurden, überreichte der 1. Vorsitzende D. Thomann der Familie Peter einen Gutschein in Höhe von 150 DM und ein Blumengebinde im Namen des Murger Kleintierzuchtvereins und bedankte sich damit für die langjährige Gastfreundschaft und fürsorgliche Bewirtung während unseren Versammlungen unter ihrem "Dach".Familie Peter gehörte zu den größten Gönnern unseres Vereines.

Als Ersatz für den ins Wasser gefallene Maibummel wurde ein Grillfest am Eisweiher für alle helfenden Hände bei Veranstaltungen und sonstigen Arbeitseinsätzen abgehalten.

An der Jungtierschau am 03. und 04.07.1999 wurden wieder die Jungtiervereinsmeister ermittelt. Es wurden 120 Kaninchen in 20 Rassen ausgestellt.

Vereinsmeister Altzüchter wurden:

1. Vereinmeister:     H. Jankowski mit Marburger Feh          32.23 Punkte

2. Vereinsmeister:     mit Neuseeländer wei                          32,23 Punkte

3. Vereinsmeister:     W. Andris mit Satin rot                        32,23 Punkte

Die 6 besten Tiere hatte Helga Jankowski mit 36 Punkten.

Vereinsmeister Jungzüchter:

1. Vereinsmeister:     J. Thomann mit Dt. Kleinwidder weiß      32,24 Punkte

2. Vereinsmeister:     J. Thomann mit Dt. Widder grau            32,20 PunktePreisrichter waren Gerd Walter und Dieter Wenner. An dieser Ausstellung wurden mehrere Mitglieder geehrt.

Ehrungen in Silber erhielten:

H. Jankowski; K. Bladt; A. Esters; G. Kleppke; K. Wichmann; H. Waßmer; H. Strittmatter; R. Döbele; L. Döbele; P. Baumgartner und J. Bär

Ehrungen in Gold erhielten:

H. Matt; W. Andris; F. Bäumle; H. Ebner; P. Eichmann; K. Maier; R. Rothe und E. Thoma

Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt:

H. Ebner; H. Matt; R. Rothe und E. Thoma

Da die ausgeliehenen Käfige unseres Vereins oft im Üblem Zustand von Ausleihern zurück kamen wurde am 16.07.1999 in einer Monatsversammlung beschlossen künftig pro Käfig Nummer 0,50 DM und für einen Bodenkäfig 5 ,00 Dm Leihgebühr zu verlangen.

Da eine unqualifizierte Lehrerin der Hauptschule das Gerücht in die Welt setzte, dass ihre Schulkinder vom Heu während dem Sportunterricht den Schnupfen bekamen, wollte die Gemeindeverwaltung Murg dem Verein die Ausstellung in der Murgtalhalle verbieten. Dazu war nur zu sagen, dass dieser Fall gar nicht möglich sein konnte, da zur angegebenen Zeit nicht ein Halm Heu in Käfigen noch in der Halle gelagert waren.

Heu wurde an unseren Ausstellungen prinzipiell immer erst nach der Bewertung der Tiere als Futterzugabe eingestreut und das geschah an der besagten Ausstellung erst am Samstag den 14.11.1999 um 14 Uhr. Da schon seit Jahrzehnten kein Samstagsunterricht mehr abgehalten wird, war dies auch absolut unmöglich. "Aber Lehrer haben studiert - Lehrer bekommen Recht". Nach langen Diskussionen und fachlichen Gesprächen versicherte unser Bürgermeister Schöke die Murgtalhalle weiterhin als Ausstellungsort für unsere Lokalschau benutzen zu dürfen, jedoch nur im kleineren Rahmen im Vereinraum der Halle.

Lokalschau am 13. und 14.11.1999 im Nebenraum der Murgtalhalle.

Ausgestellt wurden 99 Kaninchen in 15 Rassen.

Vereinsmeister Altzüchter wurden:

1. Vereinsmeister:     Strittmatter Harry          384,0 Punkte

2. Vereinsmeister:     Rothe Reiner                     383,0 Punkte

3. Vereinsmeister:     Burkert Rainer                  382,5 Punkte

Vereinsmeister Jungzüchter wurden:

1. Vereinsmeister:     Thomann Jasmin                 384,5 Punkte

2. Vereinsmeister:     Thomann Manuel                383,0 Punkte

Sonderpreis für die 6 besten Tiere der Schau bekam j. Thomann mit 577,5 Punkten.Sonderpreis für den besten Rammler der Schau mit 97 Punkten bekam ebenfalls J. Thomann. Sonderpreis für die beste Häsin der Schau mit 97 Punkten bekam Manuel Thomann.

Ausstellungsleiter war Rudolf Wittemann, der auch einen Katalog von dieser Ausstellung anfertigte.

Zum Jahresabschluß lud der Murger Verein zu einer Weihnachtsfeier im "Hundshüsli" in Säckingen ein. Dieser Einladung folgten 16 Mitglieder und Helfer.

 2000 - 2003

 Das Jahr 2000 war für den Murger Kleintierzuchtverein in züchterischer Hinsicht wieder ein erfolgreiches. Man führte selbst wieder eine Jungtier- und Lokalschau durch und Züchter stellten ihre Zuchttiere erfolgreich an überörtlichen Schauen aus.

Die Kameradschaft wurde wieder durch Züchterhocks und Maibummel gepflegt. Der 1. Vorsitzende hatte nur eines zu bemängeln und zwar machte er sich Sorgen über die Geflügelzüchter, welche immer weniger würden und den wenigen die aktiv züchten, Fehlte der richtige Ansporn. Im Jahr 2000 hatte der Verein 73 Mitglieder davon sind beim Landesverband 29 aktive Züchter gemeldet. Zuchtfreund Harry Strittmatter stellte in Wels (Österreich) auf der Europaschau seine DKCW - chin mit Erfolg aus.

An der Jungtierschau am 07. und 08.07.2001 am Eisweiher wurden von 12 Züchtern 80 Zuchttiere ausgestellt und 3 Mutterhäsinen mit Nachwuchs. Von den Preisrichtern wurden den Züchtern wieder hervorragende Zuchttiere bestätigt.

1. Vereinsmeister:     A. Frank mit Helle Großsilber                            32,22 Punkte

2. Vereinsmeister:     H. Strittmatter mit Dt. Kleinwidder chin          32,22 Punkte

3. Vereinsmeister:     W. Petrautzke mit Havanna braun                     32.20 Punkte

Vereinsmeister bei der Jugend:

1. Vereinsmeister:     M. Thomann mit Dt. Widder grau                       32,20 Punkte

2. Vereinsmeister:     G. Masich mit Neuseeländer rot                        32,18 Punkte

Den Okal für die 6 besten Jungtiere erhielt H. Strittmatter mit 48,35 Punkten.

Die Jungzüchter erhielten von den Preisrichtern ein zusätzliches Preisgeld als Anerkennung ihrer fleißigen Arbeit.

In der Zeit vom 09.07.2001 bis 17.01.2002 konnte vom Schriftführer keine Eintragungen gemacht werden wegen schwerer Krankheit.

Bei der Generalversammlung am 18.02.2002 im Fischerhaus in Murg wurde E. Thoma vom noch amtierenden 1. Vorsitzenden D. Thomann für seine 50 jährige Mitgliedschaft im Murger Verein mit einem Geschenkkorb geehrt.

Aus privaten Gründen gab D. Thomann das Amt des 1. Vorsitzenden mit einem weinenden und einem lachenden Auge ab und stellte sich nicht wieder zur Wahl. Ein weinendes Auge deshalb weil in zusammen arbeit mit den meisten Züchtern in seiner 4 jährigen Amtszeit viel geschaffen und erreicht wurde und mit einem lachenden Auge weil er seinem Nachfolger einen finanziell sehr guten Verein übergibt. Trotz hohen Leistungszahlungen von Krediten, sonstigen Abzahlungen und Neuanschaffungen konnte D. Thomann einen erwirtschafteten Kassenstand von 10.171,99 DM auf dem Girokonto und 16.593,94 DM auf dem Sparbuch aufweisen.

Nachstehende Mitglieder wurden einstimmig gewählt und nahmen ihr Amt an:

1. Vorsitzender:     Martin Bartholome

2. Vorsitzender:    Wolfgang Petrautzke

Schriftführer:       Helga Jankowski

Beisitzer:               Richard Hickisch

Kassenprüfer:        Waldemar Gerspach

Bei Martin Bartholome konnte künftig an jedem 1. Fteitag im Monat Heu und Stroh in der Anlage gekauft werden.

Auf der offenen Rammlerschau am 09. und 10.02.2002 in Wyhl am Kaiserstuhl stellten 5 Murger Züchter aus:

D. Thomann:          Dt. Widder grau 95,5 / 96 / 96 / 96,5 Punkte Sach - Ehrenpreis

A. Frank:               Helle Grßsilber 93,5 / 94 / 94,5 / 95,5 / 96 Punkte

H. Strittmatter:   Dt. Kleinwidder chin 94 / 95 / 95 / 95 Punkte

W. Andris:             Satin rot 93,5 Punkte

R. Burkert:            Schwarzgrannen 95 Punkte

Von 20 Vereinen belegte Murg den 11 Platz.

An der Jungtierschau am 06. und 07.07.2002 wurden 96 Kaninchen in 12 Rassen ausgestellt. Zusätzlich wurden 2 Häsinnen mit Nachwuchs, 8 Hühner und 2 Ziegenmütter mit ihren Jungen ausgestellt.

Vereinsmeister Altzüchter wurden:

1. Vereinsmeister:     D. Thomann            Dt. Widder grau              32,23 Punkte

2. Vereinsmeister:     R. Rothe                 Farbenzwerge grau       32,22 Punkte

3. Vereinsmeister:     W. Petrautzke       Havanna braun                32,22 Punkte

Jungzüchter:

1. Vereinsmeister:     M. Blobel                Wiener blau                     32,18 Punkte

Den Pokal für die 6 besten Kaninchen bekam W. Petrautzke Havanna braun 48,36 Punkte. Den besten Rammler hatte D. Thomann Dt. Widder grau 8,7 Punkte und erhielt einen zusätzlichen Pokal. Den Pokal für die beste Häsin bekam R. Rothe Holländer schwarz-weiß 8,7 Punkte.

Da die Fußball WM voll im Gange war besuchten nur wenige Gäste unsere atraktive Ausstellung.

Auf ein Rundschreiben des Landesverbandes hin welcher für die Flutopfer die ihre Tiere und Stallungen verloren hatten, Spendengelder sammelte beteiligte sich der Murger Verein auch mit einer Spende um zu helfen. Weier stellten die Murger Züchter wieder an überörtlichen Schauen mit gutem Erfolg aus.

Murger Jungzüchter nahmen am vom Kreisverband organisierten Hütten-Bastel-Wochenende teil. Ihre gebastelten Werke stellten sie dann an der Landesschau für Kaninchen aus und erzielten hierfür sehr gute Bewertungen.

Wegen der Geflügelpest waren von April bis Oktober 2003 alle Geflügelmärkte und Ausstellungen in Süddeutschland untersagt.

Der Kreisverband Säckingen war in diesem Jahr Ausrichter der Stämmeschau 2003. Die Murger Züchter waren für den Käfig auf- und abbau zuständig, außerdem mußten sie auch noch in der Küche helfen. An dieser Ausstellung konnten Züchter unseres Vereines nur 2 Silber- und 1 Goldmedaille erringen. Der Jungzüchter Jan-Uwe Burkert CJ 130 Murg hatte den besten Stamm der Jugend.

An weiteren Ausstellungen, wie Pokalschau in Schachen, Lokalschau in Murg, Wehrertalschau, Kreis- und Bundesschau in Stuttgart stellten verschiedene Züchter wieder mit Erfolg aus. Im Zuchtjahr 2003 wurden 217 Tiere von Altzüchtern und 56 Tiere von Jungzüchtern ins Vereinszuchtbuch eingetragen. Nach rücksprache mit Bürgermeister und Schulleiter ist es seit Jahren wieder möglich, auch im Foyer der Murgtalhalle Tiere während der Lokalschau auszustellen.

2004 - 2007

2004 stellten unsere Alt- und Jungzüchter wieder erfolgreich ihre Tiere an den verschiedenen örtlichen und überörtlichen Schauen aus. An der Kreisschau in Säckingen konnten 7 Züchter den Kreismeistertitel erwerben. Bei der Kreisschau belegte die Jugend vom Murger Verein den 1. Platz mit nur 2 Jungzüchtern, nämlich Melissa Blobel und Jan-Uwe Burkert. Reiner Rothe wurde zum Altmeister der Rassekaninchenzucht ernannt.

Bei der Lokalschau am 13. und 14.11.2004 in der Murgtalhalle hatte bei den Jungzüchtern Melissa Blobel die 5 besten Kaninchen Wiener blau 478,5 Punkte. Bei den Altzüchtern ging der Pokal für die 6 besten Kaninchen an Harry Strittmatter 577,5 Punkte.  

Bei den Geflügelzüchtern gewann Andreas Frank mit seinen 3 verschiedenen Hühnerrassen den Pokal des 1.- ,2.- sowie des 3. Vereinsmeisters. Außerdem hatte er noch den besten Hahn und die beste Henne der Geflügelausstellung. Um die Ausstellung noch etwas aufzulockern stellte der Imkerverein Hauenstein einen Verkaufstand auf wo Honig, Kerzen, Honigschnaps usw. angeboten wurden.

Im Jahr 2004 hatte der Murger Kleintierzuchtverein 26 aktive,34 passive,5 Ehrenmitglieder und 6 Jungzüchter.

In der erweiterten Vorstandssitzung am 21.11.2005 gab der 1. Vorsitzende Martin Bartholome bekannt, dass er nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden kandidieren würde. Unser Kassierer Andreas Frank gab sein Amt ein Jahr früher ab und kündigte seine Mitgliedschaft im Verein. Des weiteren gab Rainer Burkert sein Amt als 2. Vorsitzender ebenfalls vorzeitig ab, aus beruflichen Gründen. Da in der Generalversammlung am 03.02.2006 die aufgegebenen Ämter nicht besetzt werden konnten, wurde beschlossen eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 03.03.2006 einzuberufen. In der 98 järigen Murger Kleintierzüchter "Arche" war der Wurm drin.

An der Versammlung vom 03.03.2006 wollte man endlich die "Vorstandslose Zeit" des Vereins beenden. Herr Peter Wunderle wurde zum Wahlleiter gewählt. Mit Geduld und Überredeungskunst wurden die Vorstandsmitglieder für 1 bzw. 2 Jahre gewählt.:

1. Vorsitzender:     Werner Andris                    2 Jahre

2. Vorsitzender:     Rudolf Hess                        1 Jahr

Kassierer:               Helga Jankowski                 1 Jahr

Schriftführer:       Wolfgang Petrautzke          2 Jahre

Beisitzer:                Martin Bartholome             2 Jahre

Kassenprüfer:        Waldemar Gerspach           2 Jahre

Im Zucht- und Vereinsjahr 2006 wurde im Protokollbuch des Vereins keine Eintragungen gemacht.

Das nächste Protokoll stammt vom 09.11.2007 wo wieder eine außerordentliche Mitgliederversammlung durch den 1. Vorstand Werner Andris einberufen wurde. Da seit den Wahlen im Jahr 2006 drei Vorstandsmitglieder ausgeschieden sind durch Tod, oder aus gesundheitlichen Gründen zurücktraten, mußte eine neue Vorstandschaft gewählt werden, da der 1. Vorsitzende nicht in der Lage ist Vorsitzender, Kassierer und Schriftführer zu sein. W. Andris stellte gleichzeitig sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung.

Nach langen Diskussionen setzte sich die neue Vorstandschaft wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender:     Edwin Thoma                                   2 Jahre

2. Vorsitzender:     H. J. Mathiebe                               2 Jahre

Kassiererin:            E. Mathiebe                                    1 Jahr

Schriftführerin:     H. Agbath                                       2 Jahre

Am 27. und 28. September feierte der Murger Kleintierzuchtverein trotz allen Schwierigkeiten, Hindernissen und Mitgliedermangel sein 100 jähriges Vereinsjubiläum in der Murgtalhalle in Murg, mit einer Pokalvergleichsschau zwischen mehreren Kleintierzuchtvereinen.

Murg, den 27.09.2008